From: gerd.j.schweizer@t-online.de
Newsgroups: de.rec.tv.technik,fido.ger.sat,de.answers,news.answers
Subject: Satellitenempfang in Europa - FAQ
Approved: news-answers-request@MIT.EDU
Followup-To: poster
Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1
Content-Transfer-Encoding: quoted-printable
Summary: Information zum Satellitenempfang in Europa
Posting-frequency: monthly
archive-name: de/technik/satfaq
URL: http://www.satgerd.de/
Satellitenempfang in Europa - FAQ
Version 05.07.2009
Zu Beginn des Jahres 2000 startete ich mit dieser Sammlung des Grundwissens
für den vorwiegend deutschsprachigen Satellitenempfang in Europa. Das
Ziel ist eine verständliche Erklärung der Punkte, die
für gebräuchliche Einsatzfälle von Bedeutung sind. Besondere
Konfigurationen für Empfang bzw. Verteilung sind eher in der newsgroup
de.rec.tv.technik oder der Mailingliste sat-tv bei yahoo zu diskutieren. Informationen wie
Sendertabellen, die aktuell im Internet verfügbar sind, werden am Ende
der FAQ mit Links angeboten weil es wenig Sinn macht, sie hier nochmals zu
pflegen.
Das Format ist HTML. In diesem Format lassen sich Links nutzen oder mit der
Maus aus dem Inhaltsverzeichnis zum gewünschten Punkt springen. Wegen der Grösse
wird die FAQ nur noch über
das monatliche Autoposting der "Answers" Organisation verteilt. Hier kommt es
leider immer wieder zu Textverzerrungen durch falsche Zeilenlängen. Dann bitte
etwas weiter unten einen der Links zum direkten Lesen in html anklicken oder
über Linkeingabe das Original anschauen.
Der Text kann zum privaten
Gebrauch genutzt werden. Irgendwelche Ansprüche gegen den Verfasser werden ausgeschlossen.
Vorneweg eine generelle Bitte: Wenn sich etwas ändert, ohne dass ich es bemerke,
dann bitte nicht schimpfen sondern mir Bescheid geben unter:
Gerd.J.Schweizer@t-online.de
Das gilt auch für Anregungen, Verbesserungswünsche und Fehlerkorrekturen.
Wenn mir jemand eine Mail schickt und keine Antwort erhält, so bitte die Mail
nochmal schicken, da ich mich bemühe, jede Mail zu beantworten.
Der Text der FAQ steht aktuell auf meiner homepage zur Verfügung:
http://www.satgerd.de/
Unter Photos im linken Frame meiner Homepage sind Bilder von Empfangsanlagen, darunter
meine aktuelle Schüssel zu sehen.
Zur Versorgung mit Fernseh- und Radiosignalen wird von der Erde über sogenannte
Uplinkstationen zu den geostationär positionierten Satelliten und von dort wieder
zurück zur Erde gesendet. Hier werden die Signale von den Satellitenschüsseln
aufgefangen und gebündelt zum LNB ( Low Noise Block, das ist das Kästchen vor der
Schüssel, an dem das Koaxkabel angeschlossen ist) reflektiert. Um möglichst auf
kleinem Raum viele Signale weiterleiten zu können, werden dabei technische Tricks
angewandt. So werden vom Satelliten die Signale pro Transponder jeweils
um 90 Grad gedreht und horizontal bzw. vertikal polarisiert. Dadurch wird weniger
Bandbreite benötigt. Im LNB werden die Funkwellen von den hohen Sendefrequenzen
auf eine Zwischenfrequenz umgesetzt und über Koaxkabel zum Receiver (Empfänger)
weitergeleitet. Nachdem die LNB auch eine geringe Stromversorgung zur Signalumsetzung
brauchen, erhalten sie über das Kabel vom Receiver eine Gleichspannung
zugeleitet. Diese Gleichspannung wird auch verwendet, um dem LNB zu zeigen
ob Signale der horizontalen oder der vertikalen Polarisationsebene umgewandelt
werden sollen.
Zur besseren Ausnutzung der Frequenzbereiche werden die Satellitensignale wie
schon beschrieben noch zusätzlich umgewandelt. Früher waren rechts- bzw. linksdrehende
Signale verbreitet. Diese Art findet aber für die normalen Benutzer keine Anwendung.
Heute werden meist Signale in horizontaler und vertikaler Polarisierung verwendet.
Im LNB wird die gewünschte Polarisierung an der Höhe der vom Receiver gelieferten Gleichspannung
erkannt und zur Frequenzumsetzung verwendet. Ist die Gleichspannung höher
als 15,5V, werden die horizontal polarisierten Signale ausgewählt und unter 15,5V
die vertikalen polarisierten Signale. Die meisten Sendefrequenzen der Satelliten
bewegen sich im Bereich zwischen 10,6 und 12,7 GHz. Den Bereich nennt man das
KU-Band. Ein weiteres Band ist das C-Band mit Frequenzen um 4 GHz. Satelliten,
die im C-Band arbeiten, benötigen hohe Sendeenergien und zum Empfang grosse
Schüsseln. Vielleicht ist das der Grund, warum sie nur ein geringes
Einsatzpotential aufweisen.
Nachdem das Satellitenfernsehen mit der analogen Technik eingeführt wurde, boten
sich durch die Weiterentwicklung der Technik und schnellere elektronische Bauteile
weitere Möglichkeiten der Verbreitung. So entstand die digitale Technik für
Fernsehen und Radio. Während im analogen Betrieb jeweils ein Frequenzpaket eines
sogenannten Transponders ausschliesslich für ein analoges TV Programm ausreicht,
werden derzeit im gleichen
Frequenzbereich bis zu 28 digitale Fernsehprogramme ausgestrahlt. Dabei handelt es sich aber
natürlich um Sender, die wenig bewegte Bilder aufweisen. Auch die Bildqualität ist
selbstverständlich nicht so gut wie beispielsweise bei sechs Programmen auf
einem Transponder. Zusätzlich
werden auf einem Transponder noch etliche Radioprogramme in unterschiedlicher
Form gesendet.
Verschiedene Sendeanstalten verschlüsseln die Sendesignale und verlangen dann Gebühren
von ihren Abonnenten. Diese Programme darf ich hier aus der Betrachtung heraushalten,
weil das ein eigenes Gebiet ist. So ist es aus meiner Sicht sehr zu begrüssen, wenn die
deutschen Programme zum Beispiel auch in Spanien und Polen empfangen werden können.
Das trifft ja auch für viele Programme aus Italien zu. Einmal ist es vorteilhaft
für Urlauber, überall in Europa diese Programme frei empfangen zu können, für die
sie ja zuhause bereits die Gebühr bezahlt haben. Viel wichtiger ist es aber für
diejenigen, die im Ausland arbeiten und dort auch frei die deutschen und
italienischen Programme sagen wir mal geniessen können. Da ist die Situation in
Österreich, der Schweiz und Frankreich ganz anders. Hier werden sogar die
öffentlich rechtlichen Programme codiert und nur für die Bevölkerung geöffnet,
die im Lande lebt. Für die Schweiz können im Ausland lebende Schweizer sogar den
Zugriff erhalten. Der ORF sendete zum Beispiel von Juli 1998 bis ca. September
2000 digital codiert die beiden Programme ORF1 und ORF2, obwohl sie niemand
empfangen konnte. Auf dem Markt existierten nämlich die erforderlichen Geräte
noch nicht und angeblich hatten sie sich noch nicht für eine Verschlüsselungsmethode
entschieden. Seit etwa September 2000 sind ORF Kunden in der Lage, die ORF
Programme digital zu empfangen und dekodieren.
Begründet wird die Verschlüsselung in Österreich mit urheberrechtlichen Gründen, obwohl auch
die eigenen Produktionen verschlüsselt werden. So wird zum Beispiel die Zeit im
Bild um 22 Uhr im ORF verschlüsselt, gleichzeitig aber auf SAT3 und ORF2E offen ausgestrahlt.
Ausserdem können die Kosten für die "Urheberrechte" nicht so teuer sein, wenn
seit Juli 2000 sogar jede Menge Lokalsender auf Astra europaweit senden. Außerdem sind
natürlich die
Werbeeinnahmen viel höher, wenn der Empfangsbereich größer ist.
Im Jahre 2003 änderte der ORF das
Verschlüsselungsverfahren nach der Kirchpleite und deren Verschlüsselungsumstellung.
So verschlüsselt der ORF zusätzlich noch auf Jahre wie bisher mit Betacrypt und
zusätzlich mit Cryptoworks. Allerdings sind für alte Receiver keine Betacrypt
Smartcards mehr lieferbar. Ab Frühjahr 2004 sendet nun der ORF sein Abendprogramm
des ORF2 sogar unverschlüsselt unter dem Namen ORF2E.
Wenn man allerdings diesen ORF2E anschauen will, sieht
man häufig nur eine Videotextseite mit dem Hinweis auf fehlende
Übertragungsrechte.
Die Schweizer Rundspruchgesellschaft sendet verschlüsselt, gönnt sich aber einen
eigenen unverschlüsselten Kanal, auf dem sie erklärt warum sie angeblich
verschlüsselt.
Seit Juni 2003 senden BBC unverschlüsselt, weil sie die Lizenzgebühren für die
Verschlüsselung in Höhe von 85 Millionen Pfund für fünf Jahre einsparen können.
Allerdings senden sie auf einem Beam, der im östlichen und südlichen Deutschland
schon grössere Schüsseln erfordert. In Österreich sind sogar sehr grosse Schüsseln
nötig.
Nun ein Hinweis wegen der teilweise irreführenden Verwendung des Begriffs analoger
Bereich. Viele bezeichnen den unteren Frequenzbereich als analogen Bereich und den
oberen Frequenzbereich als digitalen Bereich. Dies ist schlichtweg falsch. Die
Eutelsat Hotbird Satelliten auf 13 Grad Ost zum Beispiel senden analoge Programme
auch im oberen Frequenzbereich. Astra sendet digitale Sender ausser im oberen
Frequenzbereich auch im unteren Frequenzbereich, daher trenne ich strikt zwischen
Frequenzbereichen und Sendetechniken.
zum Inhaltsverzeichnis
Nach dem Entschluß, eine Empfangsanlage zu installieren, ist der wichtigste Punkt erst einmal,
den Umfang und den Bedarf zu ermitteln.
Werden die allgemein üblichen deutschsprachigen Programme gewünscht, empfiehlt sich
eine Schüssel mit der Ausrichtung auf die Astra Position 19,2° Ost. Für italienische und mehr
osteuropäische Programme bietet sich Eutelsat Hotbird auf 13° Ost an. Zur Auswahl bietet sich
das Studium der Programme in den Senderlisten (Lyngsat/ Astra/ Eutelsat) an.
Nach der Ermittlung der Satellitenposition gilt die Aufmerksamkeit der Signalverteilung im Haus.
Soll nur ein Empfänger versorgt werden, genügt nämlich ein Kabel von der Schüssel zum Receiver.
Bei der heutigen Technik ist allerdings empfehlenswert, auch gleichzeitiges Aufnehmen und Anschauen
in Betracht zu ziehen. Bei einem Twinreceiver sind nämlich dann zwei Kabel zum LNB sinnvoll.
Ansonsten gilt die Regel: ein Kabel pro Receiver, die Sternverteilung. Bei weiterer Verteilung im Haus sind
sogenannte Multischalter angebracht. Weitere Entscheidungskriterien sind bei der LNB
Beschreibung zu finden.
Bei der Größe der Schüssel kann man in Deutschland davon ausgehen, daß der häufigste Betrieb für Astra mit 60cm
gelingt. Für Multifeed, also den Empfang mehrerer Satelliten mit einer Schüssel, oder auch für
größere Schlechtwetterreserven sind 80cm oder 90cm zu empfehlen. Bei spezielleren Fällen sind die
sogenannten footprints der Satellitensysteme für die Größe in Betracht zu ziehen. Links sind
am Ende der Faq aufgeführt. Das Material für die Schüssel ist
Derzeit befinden sich schon unzählige Satelliten im Orbitus. Ob es sich
um Telstar, Sirius, Kopernikus, Astra oder Eutelsat handelt. Sie hier alle
aufzuführen wäre wenig nutzbringend. Während viele Satelliten
einzeln stehen, positionieren einige Satellitenbetreiber mehrere Satelliten
in einem Sektor im Weltraum nebeneinander und erhöhen so die Zahl der
möglichen Sender im gleichen Freqenzbereich. Alle Satelliten erfüllen
unterschiedliche Zwecke. Die ersten Aufgaben der Satelliten kamen verstärkt
aus dem militärischen Bereich. Während heute viele Satelliten
ausschliesslich TV- und Radioprogramme übertragen, kommen immer mehr
andere Aufgaben dazu. Als Beispiel nenne ich hier mal die Übertragung
von Daten, Internet Datenverbreitung und kommerzielle Sendungen sowie
Ausbildungsprogramme von grossen Firmen.
Heute werden die meisten TV- und Radioprogramme von den beiden Satellitensystemen
Astra und Eutelsat mit jeweils mehreren Satelliten in einem Sektor gesendet.
Diese Satellitensysteme sind an verschiedenen Positionen aber mit jeweils mehreren
Satelliten im gleichen Winkel auf der geostationären Umlaufbahn
positioniert. Nachdem diese Fenster so eng sind, fällt das beim Empfang
auf der Erde nicht auf. So sind derzeit bei Eutelsat auf den gängigen
13 Grad Ost fünf Hotbird Satelliten verfügbar. Bei Astra auf 19,2
Grad sind es sogar noch mehr. Relativ neu sind mehrere Satelliten auf 28
Grad Ost. Allerdings sind diese Satelliten mehr am britischen Bereich orientiert.
Zur Ermittlung der empfangbaren Satelliten gibt es eine kleine Faustregel.
Empfangbar sind Satelliten mit einer Position von 75° nach Westen und 75° nach
Osten bezogen auf den Standpunkt. Weiter entfernte Satelliten können wegen der Erdkrümmung
leider nicht mehr empfangen werden.
zum Inhaltsverzeichnis
Gebräuchlich sind kreisrunde Schüsseln und sogenannte Offsetspiegel.
In der üblichen Anwendung haben sich die fast senkrecht stehenden Offsetspiegel
durchgesetzt. In ihnen bleibt z.B. der Schnee nicht so leicht hängen
und Empfangsstörungen sind dadurch auch seltener. Wird die Schüssel
etwas grösser als unbedingt erforderlich gewählt, sind auch
genügend Empfangsreserven vorhanden um zum Beispiel auch bei stärkeren
Regenfällen einen guten Empfang zu gewährleisten. Bei meiner 88cm
(senkrecht und 82 cm waagrecht) Offsetantenne mit Multifeed für Astra
19,2 Grad, Eutelsat 13 Grad und Astra sowie Eutelsat 28 Grad haben wir vielleicht
drei bis fünfmal im Jahr Empfangsstörungen durch krasse Regenfälle. Die dauern dann
möglicherweise fünf bis zehn Minuten. Viele Schüsseln sind
wohl aus Gewohnheit auf dem Dach neben der terrestrischen Antenne montiert.
Andere sind auf Balkonen montiert, um die "optische Beeinträchtigung"
der Nachbarn zu verhindern. Unsere Schüssel ist im Garten an einer Mauer
befestigt. Dadurch kann ich bei starkem Schneefall mit der Hand den Schnee
entfernen und ich kann auch auf auf eine Erdung verzichten. Im Winter waren etwa
zehn Zentimeter Schnee im unteren Teil der Schüssel hängengeblieben und meine Frau
konnte die italienischen Sender von Eutelsat digital nicht mehr empfangen. Nach
einem kurzen Wischer waren sie wieder da.
In Wikipedia sind unter dem Begriff Parabolantenne die üblichen Empfangsschüsseln beschrieben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Parabolantenne
Schüsseln auf dem Balkon
Nach dem Urteil des Landgerichts Berlin AZ 63S 66/03 gehört eine nicht fest
installierte Schüssel auf dem Balkon zum vertragsgemässen Gebrauch und ist als
Gegenstand des Nutzers zu betrachten. Anders ist eine fest montierte Schüssel
anzusehen. Sie ist im Gegensatz als fester Teil des Hauses einzustufen.
Ein Urteil des Landgerichts München sagt das Gleiche bei der Montage an einem
Ständer. Nur darf die Schüssel nicht an der Mauer oder dem Balkongeländer
befestigt sein. AZ 31 S 7699/03.
Schüsseln verstecken
Hier sind Hinweise zu finden, wie man Satellitenschüsseln unauffällig installieren
kann.
http://www.selkirkshire.demon.co.uk/analoguesat/paintingdishes.html
Schüssel hinter Fensterscheiben
Mancher möchte seine Schüssel im Zimmer hinter der Fensterscheibe aufstellen,
weil am Haus keine Schüssel angebracht werden darf. Das kann in einem Fall
funktionieren, im Anderen nicht. Häufig sind nämlich die Isolierglasscheiben
bedampft. Diese hauchdünne Metallschicht behindert dann den Empfang. Ein kleiner Hinweis,
wie man oft eine bedampfte Glasscheibe erkennen kann: Man hält die Flamme
eines Feuerzeugs neben die Glasscheibe. Wird die Flamme mehrfach gespiegelt,
muß man von einer Metallschicht ausgehen. Unter Photos ist auf meiner Homepage
ein Link, der unter Anderem Schüsseln auf dem Balkon stehend/ liegend zeigt.
Feste und bewegliche Antennen
Bei festen Empfangsschüsseln können die empfangenen Signale zu
weiteren Empfangsstellen verteilt werden. Eine bewegliche Schüssel mit
Motorsteuerung kann nur von einem Benutzer verwendet und gesteuert werden.
Material der Schüssel
Mit einer Eisen-/ Stahlschüssel hatte ich nach ein paar Jahren ziemlich
viel Rost drauf, daher habe ich dann beim Umbau der Anlage gleich eine
Aluminiumschüssel gekauft. Die funktioniert seit Jahren problemlos.
Mit Kunststoffschüsseln habe ich keine Erfahrung, da hatte ich beim
Kauf meiner Schüssel halt Bedenken wegen der Haltbarkeit mit der Sommerhitze
und der Kälte im Winter. Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen
zumailen.
Grösse der Schüssel
Im deutschen Bereich können 40cm ausreichen zum Empfang. Viele empfehlen
für Einzelanlagen eine 60 cm grosse Schüssel wegen der Empfangsreserven
bei Regen. Für Multifeedanlagen, also Schielhalterungen für mehrere
Satelliten sind 80cm eine gute Wahl. Zu Bedenken ist, dass grössere
Schüsseln genauer ausgerichtet sein müssen, weil bei ihnen der
Einfallswinkel kleiner ist als bei kleinen Schüsseln.
zum Inhaltsverzeichnis
Im LNB werden die Satellitenfrequenzen umgesetzt. Empfangen werden heute
im Hausgebrauch Frequenzen zwischen 10,6 und 12,7 GHz, also Gigahertz. Diese
Frequenzen würden für die Verteilung aber einen kolossalen technischen
Aufwand erfordern. So werden sie um die Frequenz "LOF" reduziert. LOF bedeutet
local oszillator frequency und gibt die LNB interne Frequenzumsetzung an.
Auf den meisten LNB kann man diese LOF aussen ablesen. Hier ist es erforderlich,
etwas auf die Entwicklung einzugehen. Zu Beginn des Satellitenempfangs für
den normalen Haushalt gab es die drei Astrasatelliten 1A, 1B und 1C. Die
LNB und die Receiver waren nur für deren Frequenzbereich ausgelegt. Die
LOF war 10 GHZ und die Bandbreite der Receiver für die umgesetzten
Frequenzen reichte von etwa 950 MHz bis 1750 MHz. Mit dem Astra 1D wurde
dieser Frequenzbereich gesprengt und es waren andere LNB und Receiver
erforderlich. Die LOF der neuen LNB wurde 9,75 GHz und die Bandbreite der Receiver
wurde auf ca. 950 MHz bis 2050 MHz erweitert. Mit der Einführung der
digitalen Sendetechnik wurde der Satellitenfrequenzbereich auf über
11,6 GHz erweitert. Damit wurden auch wieder neue LNB und Receiver erforderlich.
Dabei wurden sogenannte Frequenzbereiche eingerichtet und zwar der untere
Frequenzbereich als low band und der obere Frequenzbereich als high band.
Für die Frequenzen von 10,6 bis 11,6 GHz gilt als LOF 9,75 GHz und für
den oberen Frequenzbereich von 11,6 bis 12,7 GHZ als LOF 10,6 GHz. Ohne
Ansteuerung wird der untere Frequenzbereich verwendet, dadurch funktionieren
die bereits installierten Geräte weiterhin. Soll der obere Frequenzbereich
genutzt werden, moduliert der Receiver ein 22kHz Signal auf das Koaxkabel, das
im LNB die Frequenzumschaltung auf den oberen Frequenzbereich bewirkt. Mit dieser
Methode wird erreicht, dass die Receiver ihren Frequenzbereich doppelt einsetzen
können. Einmal für den unteren und einmal für den oberen Frequenzbereich des LNB.
Die Ausgänge der LNB sind eigentlich ein Kapitel für sich. Da gibt
es single, also Einzel LNB. Sie sind vorgesehen für die Nutzung
mit nur einem Gerät. Sollen mehrere Geräte zur gleichen Zeit und
unabhängig voneinander betrieben werden, sind andere LNB erforderlich.
Da ist der TWIN LNB als herkömmlicher LNB mit zwei völlig eigenständigen Ausgängen
vorhanden, wobei zwei Nachbarn oder TV und VCR unabhängig voneinander die Schüssel
nutzen können. Eine andere Art ist der DUAL LNB, der im unteren Frequenzbereich
bei analogen Analagen zum Einsatz kommt. An dem einen Ausgang liegen die vertikal polarisierten
Sender an und am anderen Ausgang werden die horizontal polarisierten Programme
herausgeführt. Die beiden Leitungen des LNB werden zu einem sogenannten
Multischalter geführt, von dem aus die weitere Verteilung erfolgt, indem
abhängig von der Receivereinstellung der gewünschte Multiswitcheingang
durchgeschaltet wird. Im analogen Bereich können dabei hinter einem
Multischalter beliebig viele Geräte versorgt werden, da nur zwei
verschiedene Signalebenen existieren. Als nächste Stufe sind für
den Empfang beider Frequenzbereiche die Quattro LNB vergleichbar dem DUAL LNB zu betrachten.
Für den kompletten Frequenzbereich sind die erforderlich, weil sie je
Kombination vertikal, horizontal und untere Frequenzen, obere Frequenzen
einen Ausgang zur weiteren Verteilung bereitstellen. Aus diesem Grund braucht
ein digitaltauglicher Multischalter zur weiteren Verteilung mindestens diese
vier Eingänge. Seit einiger Zeit gibt es Quattro LNB, die mit Hilfe einer
eingebauten Matrix vier eigenständige Ausgänge haben und daher
für einfache Anlagen einen Multischalter überflüssig machen.
Meistens werden sie als Quad LNB bezeichnet. Mechanisch betrachtet sind LNB
mit 23mm und 40mm Halterungsdurchmesser üblich. Nachdem die LNB-Halterungen an den Schüsseln ebenfalls
mal 23mm und und andere 40mm aufweisen, heisst es beim Kauf aufpassen, dass der
Durchmesser passt. Für 23mm LNB gibt es einfache Halbringe aus Plastik als
Adapter für 40mm Halterungen.
Vom Receiver wird eine Gleichspannung auf das Koax-Kabel angelegt, das dem LNB
als Stromversorgung dient, während das im LNB erzeugte Signal auf dem gleichen
Kabel zum Receiver geleitet wird. Gleichzeitig wird durch die Höhe der
Gleichspannung dem LNB mitgeteilt, ob er Signale der vertikalen oder der
horizontalen Polarisationsebene weiterreichen soll. Dabei gilt als
Schwellspannung 15,5 V. Legt der Receiver eine niedrigere Spannung an,
werden die vertikalen Polarisationsebenen empfangen. Für die horizontalen
sendet der Receiver die höhere Spannung. Üblich sind 14/ 18 V.
Zur Auswahl der Frequenzbänder wird ein
Wechselspannungssignal mit der Frequenz 22 kHz vom Receiver auf das Koax-Kabel
aufmoduliert. Ohne dieses Signal
wird der untere Frequenzbereich von 10,6 bis 11,6 GHz ausgewählt und
für den Empfang des oberen Frequenzbandes von 11,6 bis 12,7 GHz werden
die 22kHz aufmoduliert. Auf diese Weise können ältere Anlagenteile bei
Hochrüstungen wegen ihrer Kompatibilität weiter verwendet werden.
Bei Händlern, die sowohl Empfangsköpfe mit als auch ohne Feed(-Horn)
anbieten, wird in der Beschreibung zwischen "LNB" und "LNBF" unterschieden.
Der "LNB" hat einen Flansch, an den ein entsprechend im Brennpunkt der Antenne
montiertes Feed-Horn (spezielles Stück Rohr evtl. mit rillen vorne dran)
und ein Polarizer angeschraubt wird. Bei einem "LNBF" ist das ganze als fest
verbundene Einheit integriert (das sind die für Astra/Eutelsat interessanten
LNB). LNBF's haben im 90 Grad Winkel gegeneinander versetzt eingebaute Erreger,
sind daher nur für Signale geeignet, die auf diesen beiden Ebenen einfallen.
Das muss bei einer fest installierten Antenne je nach Satellit nicht mit
dem horizontal/vertikal einer Wasserwaage am Empfangsort übereinstimmen.
Der Winkel, um den der LNBF am Empfangsort zu verdrehen ist, nennt sich Skew
(kann auch mit SMW siehe Installation ermittelt werden). Im allgemeinen
Sprachgebrauch wird fast nur noch der Begriff LNB verwendet. LNC für
Low Noise Converter wird kaum noch benutzt und bedeutet sowieso das Gleiche.
Nach schwieriger Suche von Andre hier noch ein Zusatz für Anwender mit Flansch-LNB:
Es gibt Hersteller, die (neue und hochwertige) Quattros für C120-Flansch
bauen und man findet sie auch, wenn man das Zauberwort kennt, das die
Suchergebnisse richtig sortiert: C120 eben.
Außer den linear polarisierten Signalen (horizontal/vertikal) gibt
es noch zirkular polarisierte Signale (linksdrehend/rechtsdrehend, oder englisch
als LHC/LC oder RHC/RC abgekürzt). Dieses Abstrahlungsverfahren hat
nur noch bei einem einzigen aktiven KU-Band-Satellit in Europa Bedeutung
(Thor 1), und wurde früher z. B. auch beim deutschen TV-Sat verwendet.
(Im C-Band ist die Bedeutung der beiden Verfahren umgekehrt)
Die LNB unterscheiden sich noch in dem Detail der "Ausleuchtzone" bzw. des
f/d-Verhältnisses des verwendeten Parabolreflektors. Bei "ganzen"
Parabolantennen (sog. Prime Focus) muss die Antenne im Elevationswinkel direkt
auf den Satelliten ausgerichtet werden, was bei Astra in München einen
Winkel von um die 35 Grad bedeutet. Weiterhin hängt der LNB exakt genau
in der Mitte des Reflektors und deckt einen Teil davon ab. Da diese Antennen-Form
extreme Witterungsprobleme (Auffangen von Regen, Schnee ...) bedeutet, werden
für den Hausgebrauch Offset-Antennen verwendet. Diese bestehen aus einem
Ausschnitt aus einer (gedachten) ganzen Parabol-Antenne. Bei Offset-Antennen
hängt der LNB unterhalb der Antenne, weiterhin steht der Reflektor nahezu
senkrecht, um besseren Schutz gegen Witterungseinflüsse zu haben. Der
Name Offset-Antenne kommt daher, dass die Antenne um einen bestimmten Versatz
tiefer ausgerichtet werden muss, als der gewünschte Satellit steht.
Alle LNB mit integriertem Feed sind für die Verwendung in Offset-Antennen
geeignet. (LNB mit Flansch und passende Prime-Focus Feeds werden nur von
Händlern angeboten, die auch größere Parabolantennen, z.
B. 1,80 Meter anbieten)
Als Qualitätsmassstab für LNB wird meistens das Rauschmass angegeben. Dies kann
aber nur ein grober Vergleichswert sein, weil jeder Hersteller das Rauschmass
nur für einen bestimmten Frequenzbereich ermittelt und dann diesen Wert zur
Qualitätsangabe verwendet. Nachdem keine einheitlichen Frequenzen für die
Ermittlung des Rauschmasses benutzt werden, ist also diese Angabe nur grob für
den direkten Vergleich heranzuziehen. Aus eigener Erfahrung kann ich mitteilen,
dass beim Ausfall durch sehr starken Regen kaum ein Unterschied
zwischen 0,7 und 0,3 db Rauschmass ist. Mit dem Invacom 0,3 Quad hatte ich auch
schon eine knappe viertel Stunde Ausfall.
zum Inhaltsverzeichnis
LNB[F] mit *einem* Anschluss
(Auf einige LNB wird aufgrund ihrer
geringen Bedeutung nicht näher eingegangen, sie werden der
Vollständigkeit halber aufgeführt) LNB[F] mit einem Ausgang sind
grundsätzlich nur für die direkte Verwendung mit einem Receiver
geeignet
- C-Band LNB mit externem Polarizer und Feed
- C-Band LNBF (eingebauter Polarizer für linear)
- Single LNBF (10 GHz Local Oscillator)
- Diese Sorte LNBF ist für den
Empfang des Bereichs von 10,95 GHz bis ca. 11,8 GHz gedacht, und wurde vor
der Einführung des Astra-1-D Unterbands (10,7 GHz bis 10,95 GHz) eingesetzt,
um Astra-1-A, B und D zu empfangen. (Schaltspannung 13/18 Volt für
Umschaltung vertikal/horizontal) (nicht für Neuanlagen zu gebrauchen)
- Single LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
- Dient dem Empfang des (vorrangig
analogen) Bandes von 10,7 GHz bis 11,8 GHz. (Schaltspannung 13/18 Volt für
Umschaltung vertikal/horizontal)
- Single Universal LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz L.O.)
- Dient dem Empfang des
kompletten (analogen und digitalen) KU-Bandes zwischen 10,7 GHz und 12,75
GHz ,(Schaltspannung 13/18 Volt für Umschaltung
vertikal/horizontal),(Schaltsignal 22 KHz an/aus für Umschaltung
Oberband/Unterband)
- "Telecom" LNBF
- Diente früher dem Empfang der Programme des französischen
Telecom-Systems auf 5 Grad West. (Schaltspannung 13/18 Volt für Umschaltung
vertikal/horizontal
- Monoblock Universal LNBF
- Ersetzt in einem Gehäuse eine Kombination
aus zwei Universal-LNBF (und einem DiSEqC-Schalter) für den Empfang
von 2 Sat-Positionen, die einen Abstand von 6 Grad haben (z. B. Astra 19,2
Grad Ost und Eutelsat Hot Bird 13 Grad Ost). Diese LNBF sind aber nur für
eine Bauform und Grösse einer Schüssel abgestimmt.
- Quattro-Band LNB (und passender Polarizer und Feed)
- Wird in einer drehbaren Anlage (und je nach Feed in einem Prime-Focus- Reflektor) verwendet.
LNBF mit zwei Anschlüssen
- Dual LNBF (10 GHz Local Oscillator)
- (nicht für Neuanlagen zu empfehlen, da nur für den unteren Frequenzbereich einsetzbar).
- Dual LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
- Dient dem Empfang des (analogen)
Bereichs 10,7 GHz bis 11,7 GHz, hat einen festen Ausgang für vertikale
und einen festen Ausgang für horizontale Ebene. (für Multischalter
mit zwei oder mehr Eingängen geeignet) (auch für billige Multischalter,
die nicht immer konstant 13 Volt am einen und 18 Volt am anderen Eingang
liefern, geeignet; mit Twin LNBF würde es im Umschaltmoment Störungen
anderer Teilnehmer geben)
- Twin LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
- Dient dem Empfang des (analogen)
Bereichs 10,7 GHz bis 11,7 GHz für direkten Anschluss zweier Receiver,
die unabhängig voneinander H./V. auswählen können. (mit
ausdrücklich "Twin tauglich" markiertem Multischalter auch in Verteilanlage
zu gebrauchen)
- Twin Wideband LNBF (9,75 GHz Local Oscillator)
- Dient dem kompletten (analogen
und digitalen) Empfang des KU-Bands (10,7 GHz bis 12,75 GHz). Bei diesem
Spezial-LNBF werden von der Antenne zur Inneneinheit nur 2 Kabel benötigt
(da jeweils eine Polarisationsebene am Stück umgesetzt wird, also Unter-
und Oberband durchgehend am Stück von 950 MHz bis 3000 MHz). Im Haus
wird das Unter- und Oberband dann noch mal auf den üblicherweise von
Universal Quattro LNBF's kommenden Frequenzbereich umgesetzt, um dann über
einen Multischalter an alle Teilnehmer verteilt zu werden. Um alle Sender
empfangen zu können, ist es besser, statt dieses
Spezial-LNB einen üblichen LNB mit den erforderlichen Kabeln einzusetzen
und direkt anzuschliessen beziehungsweise einen Multischalter zu verwenden.
- Twin Universal LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
- Dient dem kompletten (analogen und digitalen) Empfang des KU-Bands (10,7 GHz bis 12,75
GHz) mit direktem Anschluss von zwei Receivern. (jeder Receiver kann zwischen
den vier Ebenen U.H./U.V./O.H./O.V. getrennt wählen) (mit ausdrücklich
als "Twin Universal tauglich" verkauftem Multischalter auch in Verteilanlage
zu gebrauchen; Multischalter muss 22 KHz Signal zum LNB hin filtern, sonst
kann es im Umschaltmoment zu Störungen anderer Teilnehmer kommen)
LNBF mit vier Anschlüssen
- Universal Quattro LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
- Dient dem kompletten (analogen und digitalen) Empfang des KU-Bands
(10,7 GHz bis 12,75 GHz) und hat vier feste Ausgänge, auf denen die vier
Ebenen (U.H./U.V./O.H./O.V.) getrennt heraus kommen. Diese Version ist nur für
die Verwendung mit nachgeschaltetem Multischalter geeignet, über den dann alle
Teilnehmer jede der vier Ebenen auswählen können.
- Universal Quad LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
- empfängt das volle Ku-Band von 10,7 bis 12,75 GHz und hat dank eingebauter Matrix
(Multischalter) vier eigenständige Ausgänge.
LNBF mit acht Anschlüssen
- Universal LNBF (9,75 GHz und 10,6 GHz Local Oscillator)
- Wird auch octo genannt und dient dem kompletten (analogen und digitalen)
Empfang des KU-Bands (10,7 GHz bis 12,75 GHz). Mit acht Ausgängen, bei denen
getrennt voneinander jeweils der Receiver eine aus den vier Ebenen auswählt.
Diese Version ist nur für den direkten Anschluss von maximal acht Receivern geeignet.
LNBF für Einkabellösung
- Einkabellösung
- Ist eine Möglichkeit, mit einem einzigen Koaxkabel mit Hilfe eines
Frequenzversatzes die Signale an mehrere Benutzer weiterzuleiten. Je nach
Einkabelsystem werden nur die für einen Kulturkreis als wichtig angesehenen
Kanäle (analog) bzw. Transponder (digital) auf EIN baumförmig verlegtes Kabel
umgesetzt, unabhängig davon, auf welcher Ebene (U.H./U.V./O.H./O.V.)
sie vom Satelliten kommen. Der Empfang erfolgt dann weiter mit den üblichen
analogen bzw. digitalen Satellitenreceivern, aber unter wesentlich anderen
Frequenzen als den gewohnten und OHNE Schaltsignale (13/18 Volt, 22kHz) auf
dem Kabel. Bei Frequenzumstellungen der Programmanbieter bzw. Satellitenbetreiber
kann es sein, dass aufwändige Änderungen an dieser Art Empfangsanlage nötig sind.
Deswegen wird von einigen Satellitenbetreibern empfohlen, nach Möglichkeit immer
durch sternförmig verlegte Kabelstruktur das komplette Programm-/ Transponderangebot
allen Teilnehmern zur Verfügung zu stellen. Für Einkabellösungen gibt es zum Beispiel
das GP31-D, Unicable und Johannson. Gerade für Unicable muß man darauf achten,
daß der Receiver diese Art der Signalaufbereitung leisten kann. Bei Johannson
werden die beiden Frequenzbereiche von einem TWIN LNB an der Schüssel umgesetzt und vor dem Receiver
wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, sodaß der Receiver die zwischengeschaltete
Umsetzung gar nicht wahrnimmt. Allerdings muß dafür auch bei der Schüssel ein
Stromanschluß vorhanden sein.
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Diese Receiver haben häufig keinen automatischen Sendersuchlauf. Sie
werden meist "schon ab Werk programmiert" ausgeliefert. Wenn man aber lieber
eine gewisse Ordnung für die Belegung der Programmplätze will,
dann empfiehlt sich das eigene Programmieren. Dazu empfehle ich hinten in der Faq
die Links zu den Frequenztabellen. Unterschiedlich ist allerdings die Programmierung. Manche Receiver
bieten in einem Menü die Eingabe der Satellitenfrequenz an, während
man bei anderen die Zwischenfrequenz eingeben muss. Diese Zwischenfrequenz
muss man nämlich erst ermitteln. Dazu zieht man die LOF Frequenz von
der Sendefrequenz des Satelliten ab und erhält die benötigte
Zwischenfrequenz für den Receiver.
Beispiel:
Sat 1 sendet auf 11,288 GHz. Nun ziehen wir für unser LNB 9750 MHz ab
und erhalten die Zwischenfrequenz für den Receiver mit 1538 MHz. Diese
Frequenz geben wir nun dem Receiver an, ebenso wie die Polarisationsebene.
Dazu muss üblicherweise das Tonseitenband definiert werden. Bei den
meisten Astra Sendern ist das 7,02 und 7,20 für den Stereoton. Bei einigen
analogen Sendern auf Eutelsat Hotbird muss hier mono und 6,6 für den
Ton eingestellt werden. Nach dem Abspeichern ist der Sender programmiert.
Manche Receiver sind als sogenannte TWIN-Receiver konzipiert. Das bedeutet,
dass zwei Kabel zugeführt werden müssen und das Gerät gleichzeitig
zwei verschiedenene Programme bieten kann. Zweckmässig ist das vor allem
bei gleichzeitigem Anschauen eines und Aufnehmen eines anderen Programms.
Oder eines über Scart und ein Anderes über den später unter
spezielle Methoden erwähnten HF-Modulator im Kinderzimmer anschauen.
Im analogen Betrieb wird der grosse Frequenzbereich eines Transponders von
einem Fernsehprogramm belegt. Auf sogenannten Ton Seitenbändern wird
der Ton dazu in mono oder stereo abgestrahlt. Analoge Radioprogramme werden
hier zusätzlich auf weiteren Seitenbändern abgestrahlt. Die
Qualität ist schon sehr gut. Sender wie Eurosport nutzen diese Ton
Seitenbänder auch dazu, den Fernsehton in verschiedenen Sprachen
abzustrahlen. Indem man hier also das entsprechende Tonseitenband auswählt,
bestimmt man die Sprache, die man dann in mono zum Programm hört.
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Bereits erwähnt wurde, dass der TV Ton oder der Radioton auf sogenannten
Seitenbändern gesendet wird. Dabei muss man trennen nach Stereo und
Mono Ton. Den Stereoton kann man schon bei Frequenzangaben erkennen, weil
dabei immer ein Frequenzenpaar angegeben wird wie zum Beispiel 7,02 und 7,20.
Das bedeutet im normalen Fall den Stereoton eines analogen TV Programms.
Manche Sender haben den Ton auch noch historisch gewachsen zusätzlich
bei 6,5 bis 6,65. Zusätzliche Radioprogramme werden in der Regel hinter
dem TV Ton positioniert. Der Abstand beträgt meist 0,18 so ergibt sich
7,38, 7,56 usw..
Soll nur der Radioton empfangen werden, so haben verschiedene Receiver die
Möglichkeit, das Bild dunkel zu schalten. Empfehlenswert ist jedoch
die folgende Lösung: Eine Verbindung von den Cinch (RCA) Buchsen
zum Verstärker der HiFi Anlage und nur den Receiver mit dem Radioprogramm
und den Verstärker mit dem entsprechenden Eingang betreiben. Bei unserer
Anlage hat der SCART Schalter auch Cinch Buchsen und so stellte ich nur von
dort eine Verbindung zum Verstärker her.
Digitalreceiver haben
teilweise die Einrichtung für Pay TV, worauf ich hier aber nicht eingehen
werde. Da fehlen mir auch die Kenntnisse. Wohl die meisten Digitalreceiver
haben einen automatischen Sendersuchlauf sowohl für den ganzen Frequenzbereich
als auch für nur einen Transponder. In speziellen Fällen kann sogar
ein einzelner Sender gezielt einprogrammiert werden wenn z.B. bei Euronews
auf Hotbird mehrere Audio PID mit jeweils einer Sprache zur Verfügung
stehen. Dabei wird dann das Programm z.B. mit der deutschen Sprache eingestellt.
Aktuelle Digitalreceiver können den Ton zum Beispiel für Dolby Digital (AC3) optisch
und/ oder elektrisch zu einem Verstärker weiterleiten und das Wohnzimmer in einen
Konzertsaal verwandeln.
Ein Thema bei den Digitalreceivern sind die Umschaltzeiten von einem zum anderen
Programm. Während in den ersten Jahren mehrere Sekunden vergehen konnten, bis der
nächste Sender zu sehen war, dauert es heute meist weniger als eine Sekunde. Die
Zeiten sind halt erforderlich zum Einlesen der Sendeparameter, deren Einstellung
für den Receiver und den Empfang des ersten Vollbilds des gewählten Senders.
Eine weitere technische Errungenschaft beim digitalen Fernsehen ist der electronic
program guide EPG, in dem von den Sendeanstalten Informationen zu ihren Sendungen
mitgeliefert werden. Hier ist es möglich bis zu einer Woche voraus die Programmvorschau
zu sehen und Sendungen zum Anschauen vorzumerken bzw. für die Aufnahme zu markieren.
Diesen Vorteil nutzen bereits Satreceiver mit Festplatten für die Aufnahme. Viele
Sender liefern noch eine Beschreibung der Sendung mit, die dann im EPG
oder beim Betrachten abgerufen werden kann. Einige Festplattenreceiver ermöglichen
auch Schneiden der Aufnahmen und das Timeshifting. Dabei kann während eine Sendung
noch läuft die Aufnahme angesehen werden und zum Beispiel Werbung übersprungen werden.
Interessant ist hier, dass bei unserem Topfield 5000 Twinreceiver mit einer
160 GB Platte etwa 88 Stunden Platz finden.
Daher verlor der VCR mit seinen gut 25 Kassetten seinen Platz im Wohnzimmer.
Hervorzuheben ist, dass diese Aufnahmen die gleiche Qualität aufweisen wie das
gesendete Original, da tatsächlich kein Qualitätsverlust des aufgenommenen MPEG2
Streams eintritt.
Im November 2006 wurde im Dr. Dish Tv ein Receiver von Eycos, der S 60.12 PV2R
vorgestellt. Hier ein paar Highlights, weil das schon fast die eierlegende Wollmilchsau ist.
Multiroom Receiver genannt, bietet er die Ausgangssignale der beiden Tuner
sowohl jeweils über RCA/ Cinch-Stecker und beide Ausgänge auch über den eingebauten
Modulator. Ein Tuner gibt das Signal auch über Scart aus. Alphanumerisches Display,
USB 2.0, S-Video out, zwei CI-Schächte und Audio über S/PDIF. Etwas mager scheint
mir die RS232 Schnittstelle für neue Software, aber vielleicht geht das wie beim
Topfield auch über die USB Schnittstelle.
Was vielleicht auch nicht überall bekannt ist, sind Zusatzprogramme bei den Topfield
Receivern jünger als das 4000er Modell. Topfield hat nämlich hier die Schnittstellen
öffentlich gemacht und bietet Entwicklungssoftware für solche Zusatzprogramme im Netz an.
Da kann man sogenannte TAPs entwickeln, in den Receiver
übertragen und somit zusätzliche Funktionen installieren. So gibt es zum
Beispiel mit 3PG ein Programm, das hervorragende EPG Funktionen zum Programmieren von Aufnahmen
und auch viele "Spielereien" beinhaltet. Bei uns kommt auch noch Overfly zum Einsatz, weil damit
Werbeblöcke bei den privaten Sendern fast alle automatisch übersprungen werden. In der
Zwischenzeit hat sich eine große Anzahl solcher Programme ergeben, die natürlich
auch im Netz heruntergeladen werden können. Fast alle Taps sind kostenfrei
und werden noch auf Anregungen aus dem Topfield Forum gepflegt und erweitert.
Verschiedentlich nicht bekannt ist RAPS. Dieses System erlaubt es bei Receivern, die
RAPS bedienen, neue und weggefallene Sender automatisch zu erkennen. Hier kann
über RAPS nachgelesen werden:
http://www.raps.tv
Digitale Radiosender im DVB Format werden von den mir bekannten Digitalreceivern
als solche erkannt und liefern nur ein "Schwarzbild". Teilweise werden wie
bei Les Radios Pakete gesendet, die ich bei meinem Radix Receiver dann einzeln
programmieren muss. Dabei werden im sogenannten manuellen Suchlauf die
Satellitenfrequenz und die Detaildaten bis auf Audio-PID und Video-PID jedes
einzelnen Radioprogramms eingegeben. Bei der Menge von Sendern ist
es bestimmt sinnvoll, sich ein paar Lieblingssender auszusuchen und in der
Programmliste vorne zu positionieren. Auf diese Weise kann man an der digitalen
Anzeige des Receivers den Sender erkennen. Sonst müsste man den TV Apparat
einschalten, nur um in der Programmliste den gerade gehörten Sender
zu erkennen. Der spezielle ADR Modus wird später behandelt.
Viele Digitalreceiver haben eine RS232 oder USB Schnittstelle, über die
in Verbindung mit einem PC eine neue Betriebssoftware in den Receiver geladen
werden kann. Die Software kann in Form von Dateien von einem Datenträger
oder aus dem Internet bezogen werden. Einige Anbieter von Receivern haben
dazu Webseiten eingerichtet und pflegen diese mehr oder weniger
zuverlässig. Meist ist es auch erforderlich, ein Kabel mit den nötigen
Steckern zu verbinden, damit der Transfer ermöglicht wird. Dabei fällt
mir auf, dass in der Zwischenzeit erfreulicherweise wohl mehrere Hersteller
das gleiche Kabel einsetzen, das sogenannte Nullmodemkabel. Hinzugekommen ist
hier die USB Schnittstelle, die das Übertragen wesentlich schneller erfolgen lässt.
Bei unserem Radix Epsilon 2 AD habe ich schon mehrmals eine neue Version eingelesen.
Diese hatte schon zusätzliche Funktionen gegenüber der Version beim Kauf. So kann
man hier an der Weiterentwicklung der Geräte teilhaben, ohne ein neues
Gerät kaufen zu müssen. Allerdings kann es auch passieren, dass
die neue Version Fehler hat und man wieder auf die alte Version zurückgeht.
Daher bewahre ich mir in einem solchen Fall die alte Version am PC auf.
Manche Hersteller von Satellitenreceivern bieten die Möglichkeit, neue Versionen
ihrer Software zum Betrieb ihrer Receiver über Satellit zu übertragen.
Unterschiedlich ist dabei die Vorgehensweise. Während zum Beispiel Premiere die
Software bei den zugelassenen Receivern zwangsweise überträgt, kann bei
verschiedenen Herstellern von Receivern die Software auf Anforderung heruntergeladen
werden. Persönlich ist mir die Methode über den PC lieber, weil ich dann bei
einer schlechten Softwareversion die letzte Version wieder lade. Dazu bewahre ich
am PC immer mehrere Versionen der Software auf.
Mit vielen Festplattenreceivern ist es möglich, Aufnahmen zum PC zu übertragen.
Das können Filme, Mp3 Dateien oder Senderlisten sein. Diese Dateien können am PC
bearbeitet werden und wieder auf den Festplattenreceiver zurück übertragen werden.
Als Schnittstellen zur Übertragung kommen RS232 oder auch USB in Frage. Die USB
Schnittstelle in der Version 2.0 lässt schnellere Übertragungen zu.
Wie mir Wolfgang Barth mitteilt, kann man den Dreambox Receiver direkt in ein
normales lokales Ethernet Netzwerk einbinden, so dass die PC Festplatte wie eine
lokale Festplatte der Dreambox verwendbar ist. Damit ist mit Standardprotokollen
wie FTP das rauf- und runterladen möglich und zwar viel einfacher als mit
RS232 (zu langsam) oder mit USB 2.0 (schnell aber nicht so "seamless" einbindbar).
Ausserdem kann dann die Box direkt ins Internet und z.B. direkt neue
Software laden oder Internet-Radio abspielen. Mit der Dreambox kann man sogar
DIREKT von der PC Festplatte kommend Filme auf der Box abspielen incl. aller
Features wie stop, schneller Vorlauf ...
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Der Kostenvergleich zeigt eindeutig die Vorteile des digitalen Betriebs.
Kann im analogen Betrieb ein Transponder einen Sender aufnehmen, werden heute
im digitalen Betrieb viele Sender im gleichen Frequenzbereich
untergebracht. Die Qualität der digitalen Verbreitung hängt stark
von der Belastung der einzelnen Transponder ab. Je mehr Sender sich in einen
Frequenzbereich teilen müssen, umso schlechter wird die Qualität.
Den elektronischen Programmführer EPG kenne ich bisher nur vom digitalen
Fernsehen. Allerdings hängt der Nutzen sehr stark davon ab, wie engagiert
die Sender den EPG füttern und was die Receiver davon anbieten. Hier
wird sich der wirkliche Nutzen erst bei weiterer Verbreitung zeigen.
Auswirkungen von nachlassender Qualität im digitalen Bereich: Reicht
die Empfangsqualität nicht aus, so äussert sich das häufig
in kleinen bunten Rechtecken auf dem Bildschirm. In der nächsten Stufe
kommen "Digitalaussetzer". Dabei bleibt das Bild stehen und je nach dem
fällt auch noch der Ton aus. Wird die Empfangsqualität noch schlechter,
zeigt der Receiver nur noch als Beispiel "Kein Signal" auf dem Bildschirm.
Zeitweise genügt die Empfangsqualität nicht, um den Videotext richtig
dekodieren zu können. In dem Fall funktioniert in der Regel der Videotext
bei den parallel analog gesendeten Programmen einwandfrei.
Oft steht jemand vor der Frage, ob er sich für "das Kabel" oder für
Satellitenempfang entscheiden soll. Hier muss man heute bereits trennen,
ob unter Kabel die analoge oder die digitale Verbreitung der Signale betrachtet
werden soll.
Analoger Betrieb
Wenn einem wenige Programme genügen, die Begeisterung für
Gerätebedienung sich in engen Grenzen hält und mehrere Geräte
mit nur einer Leitung zu versorgen sind, ist Kabel vorzuziehen. Will man
jedoch viele Programme und neue sofort empfangen ohne erst die Umstellung
durch den Kabelbetreiber abzuwarten, spricht dies für die Satelliten.
Dabei spielt es fast keine Rolle, ob beim Satellitenempfang der analoge oder
digitale Betrieb in Frage kommt, weil die Gerätschaften bei neuen Anlagen
ausser dem Receiver und Multischalter gleich sind. Allerdings gehen die Preise
für Multischalter zur Verteilung von mehreren Satelliten an mehrere Benutzer
im digitalen Bereich schon steil nach oben.
Digitaler Betrieb
Hier muss der "Standardkunde der Kabelbetreiber" umdenken. Dazu braucht er
nämlich genauso wie der Satellitennutzer sogenannte Set-Top-Boxen. Und
zwar für jeden Empfänger eine. Die Kabelbetreiber wollen digitale
Signale so verschlüsseln, dass sie ausschliesslich von ihrer Box empfangen
werden können. Sollen in einer Wohnung die Signale von einem Receiver
noch weiter (ins Kinderzimmer) geleitet werden, so geht das mit einem Receiver
mit Modulator bei Satellitenbetrieb.
Für den deutschen Bereich bringt Astra 19,2 Grad die öffentlich
rechtlichen Sender der Bundesrepublik und auch fast alle dritten Programme. Nun senden
mehrere dritte Programme gleiche Programme, und nur "das lokale Fenster"
wird unterschiedlich behandelt. Zusätzlich werden alle privaten (durch Werbung
finanzierte)Programme ebenfalls hier ausgestrahlt. Durch die billigere Verbreitung
mit digitaler Sendetechnik bieten dort die öffentlich rechtlichen Sender noch mehr
Programme als im analogen Modus. Von den Eutelsatsystemen ist für den Hausgebrauch
die Position 13 Grad Ost die interessanteste. Dort sind einige deutsche Programme und
sonst aus ganz Europa und auch Afrika und Asien Sender vertreten. Darf ich hier nur
die Länder nennen, die mir gerade so einfallen. Grossbritannien, Frankreich,
Spanien, Italien, Polen, Bulgarien, Ungarn, Kroatien, Griechenland, Türkei
und jede Menge arabische Länder sind vertreten. Neben diesen Satellitenpositionen
sind auf 28,2 bzw. 28,5 Grad mehrere Satelliten von Astra und Eutelsat positioniert.
Hier sind auch die nun unverschlüsselten Sender der BBC empfangbar.
DSL via Satellit
Nun existiert auch eine bezahlbare Lösung zum bidirektionalen Empfang von DSL via
Satellit. Auf Astra 23,5° gibt es ASTRA2Connect. Für etwas über 300 Euro gibt es
ein Paket mit einem sendefähigen LNB. Vertrieben wird das Projekt inzwischen fast in ganz Europa.
Geboten werden Flatrates, die bis zur Leistungsfähigkeit
des heutigen DSL1000 gehen.
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Schon zu Beginn der Ausstrahlung von analogen Fernsehprogrammen wurden
auf den Tonseitenbändern analog Radioprogramme ausgestrahlt. Dann kam
der bayerische Rundfunk auf die Idee, teuere Richtfunkstrecken zur Versorgung
seiner einzelnen Sender einzusparen und führte eine spezielle digitale
Abstrahlung seiner Radiosender unter dem Begriff ADR ein. Der Astra Betreiber
SES schaltete schnell, bot das Verfahren als Astra Digital Radio an und
so war in Europa das "digitale Radio" erfunden. Allerdings braucht man zur privaten
Nutzung ein eigenes Gerät für den ADR Empfang. So fehlte ADR die Akzeptanz zum grossen
Durchbruch. Inzwischen wurde der DVB Standard
eingeführt und von den meisten Sendern übernommen. Nachdem ADR
fast ausschliesslich in Deutschland und der Schweiz zum Einsatz kommt und
die Versuche mit Pay Radio fehlschlugen, gibt es weitaus mehr digitale
DVB Radioprogramme in Europa als ADR Programme. Ausserdem schalteten doch schon
einige Sender ihr ADR Signal ab und seit 2005 senden die öffentlich rechtlichen
Sendeanstalten in Deutschland alle ihre Radioprogramme im DVB Modus über Satellit.
Ergänzend muss hier erwähnt werden, dass mit DSR bereits vorher
digitales Radio eingeführt wurde. Allerdings benötigte man hierzu auch ein eigenes
Empfangsgerät, die maximale Senderanzahl blieb auf 16 beschränkt und von der Post
wurde es schon vor langer Zeit wieder eingestellt.
Radioempfang
Die Satellitenreceiver haben in der Regel Cinch (RCA) Buchsen für den
Tonausgang. Diese beiden Buchsen für links und rechts sind mit einem
Verstärkereingang der Stereoanlage zu verbinden. Zum Betrieb stellt
man am Satellitenreceiver den gewünschten Sender ein und hört den
Ton über den Verstärker wie bei anderen Tonquellen z.B. CD, Radio oder
Kassette.
Im Januar 2007 wurde ein neues Konzept für digitalen Radioempfang mit dem
Arbeitstitel Postcard vorgestellt.
Dabei werden die Sendungen auf Dateibasis im 11 GHz Bereich zur Erde abgestrahlt.
In einer Programmdatei werden die benötigten Parameter gesendet. Damit ist es
auch möglich, mit Autoradios digitale Signale vom Satelliten zu empfangen. Die
Signale werden im Autoradio gespeichert und ermöglichen dadurch auch in Tiefgaragen
oder Tunnels digitalen, hochwertigen Signalempfang. Allerdings stelle ich mir
vor, daß man beim Losfahren in einer Tiefgarage dann eine alte Sendung hört, wenn das
Auto eine Weile gestanden ist. Wie dann natürlich im italienischen Kalabrien der
Empfang im Urlaub ist, falls ein Sender von Astra 19° empfangen werden soll,
stelle ich mir auch schwierig vor. Aber vielleicht klappt es dann mit einem
Hotbirdsender.
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Die Schüsseln können auf einem Dach ebenso wie am Boden installiert
werden. Eine Installation unter einem Hausdach scheint in den meisten
Fällen keinen Erfolg zu bringen. Aus eigener Erfahrung stelle ich fest,
dass eine Markise über der Schüssel den Empfang nicht merklich
beeinträchtigt. Wichtig ist nur die freie Sicht in dem "Fenster", das
auf den zu empfangenden Satelliten zeigt. In letzter Zeit habe ich von mehreren
Fällen erfahren, bei denen der Empfang hinter einer Glasscheibe
funktioniert. Bei einer Installation ist die Schüssel unter dem Dach
mit Sicht durch eine Plastikfensterscheibe. Dazu ist auf meiner homepage unter
Photo ein Beispiel abgelegt. Von einem anderen FAQ Leser habe
ich erfahren, dass er im Wohnzimmer hinter einer Isolierverglasung guten
Empfang hat. Hier können die Unterschiede bei Verglasungen eine Rolle
spielen. Viele Isolierglasscheiben sind ja mit Metallschichten bedampft.
Unter Umständen findet sich die Erklärung in diesen Unterschieden,
dass der Empfang mal hinter Glas klappt und mal nicht.
Ein Beispiel zum Suchen der Satellitenposition mit der Schüssel:
Es soll das Astra Satellitensystem auf 19,2 Grad Ost empfangen werden. Bei
meiner Installation habe ich den Kompass nach Süden gerichtet und die
Schüssel etwa 19 Grad nach Osten gedreht. Das ist der Azimutwinkel,
während die Höheneinstellung mit dem Elevationswinkel vom Standort
abhängt. Der Elevationswinkel muss in Tabellen nachgesehen werden und
ist zum Beispiel für München bisschen mehr als 34 Grad. An den
meisten Schüsselhalterungen ist eine grobe Winkelskala angebracht, die
zur ersten Einstellung ausreicht. Zu beachten ist die senkrechte Stellung
der Drehachse der Schüssel. Nach der Montage der Schüssel schliesst
man den LNB mit einem doppeltgeschirmten, sattauglichen Koaxkabel an den
Receiver an. Wichtig ist unter Umständen, dass am sogenannten F-Stecker
der Stift in der Mitte nicht verbogen und so beim Zusammenstecken kein
Kurzschluss erzeugt wird.
Achtung: Die F-Stecker sind vor Wasser zu schützen. Wird das unterlassen,
fallen öfter nach ein paar Jahren einer oder mehrere Sender aus, bis kein
horizontal polarisierter Sender mehr empfangen wird. Dann hat die Korrosion
zugeschlagen. Zur Abhilfe sollte man die Stecker lösen, reinigen, mit
Fett versehen und nach dem Verschrauben vor Feuchtigkeit schützen.
Die exakte Einstellung der Schüssel habe ich mit einem einfachen Satfinder für damals
DM 50.- vorgenommen. Der wird zwischen LNB und Receiver angeschlossen und
zeigt beim Drehen der Schüssel durch den Maximalausschlag die optimale
Einstellung an. Manchmal bringt das Verschieben des LNB innerhalb seiner
Halterung zur oder von der Schüssel noch eine etwas höhere
Feldstärke. Als kleiner Zusatzhinweis sei gesagt, dass die genaue
Einstellung bei grossen Schüsseln noch wichtiger ist als bei kleinen
Schüsseln. Der Grund ist der kleinere Öffnungswinkel bei grossen
Schüsseln. Manche Spezialisten empfehlen für die genaue Einstellung
der Schüssel ein nasses Tuch über dem LNB, weil dann nur schwache
Signale empfangen werden können.
Zur Einstellung einer Multifeedschüssel folgende Betrachtung:
Für meine Schüssel mit Astra 19,2 Grad und Eutelsat 13 Grad gibt das SMW Programm
für eine Astra Schüsseleinstellung diese Effizienz an. Am focal point 65% und am
non-focal point 36%. Unter diesen Gesichtspunkten ist nur logisch, dass man die
Schüssel zur Mitte zwischen den beiden ausrichtet und beide LNBs sozusagen gleich
schielen lässt.
Hinweis zur Ermittlung der Winkel:
Der Azimutwinkel ist in unseren Gefilden für den Satelliten, auf dessen
Längengrad man sitzt, direkte Südrichtung bzw. 180 Grad.
Ermittlung der Einstellwinkel für die Satellitenschüssel:
Hier kann man mit Hilfe von google earth den Standort ermitteln und per
Mauszeiger festlegen:
http://www.dishpointer.com/
Online die Einstellwinkel der Satellitenschüssel bei Kristian Fischer ermitteln:
http://www.sat-info-page.de/
Bei SMW in Schweden
gibt es eine schöne, freie Software zum Berechnen der Winkel (und auch
der Energiebilanz, insofern alle nötigen Werte der Anlage vorliegen).
Ist zu finden unter:
http://www.smw.se/FreeSoftware.htm
(Hinweis dazu: Longitude ist auch als Längengrad, Latitude als Breitengrad
bekannt)
Ein weiteres Hilfsmittel ist allerdings in englisch zu finden unter:
http://gjullien.fr/satellite.htm
Diesen Link habe ich von Marc erhalten
zum Inhaltsverzeichnis
Wohin mit der Schüssel?
Viele montieren einfach aus Gewohnheit die Schüssel auf das Dach an
einen Mast. Dabei sind Windlast, Erdung, Kabeldurchführung durch das
Dach usw. zu beachten. Zusätzlich zu bedenken ist für spätere
Zeiten die Erreichbarkeit bei Messungen oder LNB Wechsel. Andere ersparen
sich die Windlastprobleme und die Frage der Erdung und bauen die Schüssel
in einen Balkon oder an eine Mauer. Hier kommt die gute Erreichbarkeit zum
Zuge, wenn bei starkem Schneefall in der unteren Schüsselhälfte
so etwa zehn Zentimeter Schnee liegen, dann ist in der Regel der Empfang
gestört. Mit der Hand kurz den Schnee wegwischen und der Empfang ist
wieder in Ordnung. Zur Frage der Erdung auf dem Dach reicht die übliche
Erdung des Mastes. Für den Balkon gibt es noch eine Möglichkeit,
die Schüssel gegen Blicke von aussen zu verbergen. Dazu wird die
Schüssel umgedreht und sozusagen auf den Boden gelegt. Gegen das sich
eventuell sammelnde Regenwasser hilft dann an der tiefsten Stelle ein kleines
Loch. Auf die Empfangsqualität wirkt sich das kleine Loch nicht negativ
aus.
Erdung der Schüssel
Laut Bernhard Krieg: Technik des Satellitenempfangs: (Elektor Verlag 1993)
Zitat Start-
Eine Erdung ist nicht erforderlich bei:
Zimmerantennen
Antennen, die ins Gerät eingebaut sind
Aussenantennen, die mindestens 2m unterhalb der Dachkante montiert sind und
höchstens 1,5m über die Aussenfront ragen
Antennen unter der Dachhaut
Zu beachten ist, dass eine vorschriftsmäßig geerdete Antennenanlage
KEIN ERSATZ für eine BLITZSCHUTZANLAGE nach DIN 57 185 Teil 1 und Teil2
, VDE 0185 Teil 1 und Teil 2 ist.
Zitat Ende-
Einstellung der DiSEqC Schalter:
Bei DiSEqC Schaltern ist manchmal auf der Seite ein Schiebeschalter zu finden.
Da lauten die Einstellungen DiSEqC, Ton Burst oder 22 kHz. Die 22kHz können
in "analogen" Systemen verwendet werden, in denen nur der untere Frequenzbereich
genutzt wird. Bei Universal LNB werden diese 22kHz benötigt, um die
Frequenzbereiche zu selektieren. Das Ton Burst Signal findet in Anlagen
Verwendung, bei denen der Receiver kein DiSEqC versteht und nur die Vorstufe
Ton Burst liefert. Also bleibt für die heutigen Anlagen mit
Satellitenauswahl nur die DiSEqc Einstellung. Mit dieser Einstellung sollte
aus Gründen der Zeitdauer nach Möglichkeit mal mit der manuellen
Suchwahl ein Transponder abgesucht werden. Bietet der Receiver die DiSEqC
Einstellungen A bis D an, so ist häufig ein Satellit mit A und
der andere Satellit mit D bezeichnet. Mit älterer Software gab es zum
Beispiel auch die Einstellungen von 1 bis 16. Da galt dann für die vier
Ebenen des ersten Satelliten 1 bis 4 und für die vier Ebenen des
anderen Satelliten 12 bis 16. Die vier Ebenen sind zu verstehen als unteres
Frequenzband horizontal - unteres Frequenzband vertikal - oberes Frequenzband
horizontal - oberes Frequenzband vertikal.
Einstellung analoger Sender
Die meisten Analogreceiver werden "vom Werk vorprogrammiert" ausgeliefert.
Allerdings ergeben sich immer wieder Änderungen bei den Sendern, sodass
unweigerlich auch einmal ein Sender selbst "programmiert" werden muss. Allerdings
gibt es bei den Geräten so viele Unterschiede, dass hier nicht im Detail
darauf eingegangen werden kann. Dazu muss die Bedienungsanleitung herhalten.
Prinzipiell muss dem Receiver die Satelliten- oder Zwischenfrequenz des Senders
angegeben werden. Ein Beispiel zur Ermittlung der Zwischenfrequenz ist im
Kapitel Installation beschrieben. Ausser der Frequenz muss noch eingegeben
werden, ob das Programm horizontal oder vertikal gesendet wird. Dann noch
Stereo oder Mono und die Seitenbandfrequenz für den Ton. Bei Mono ist
dies eine Frequenz und bei Stereo ein Frequenzenpaar. Falls der Sender aus
dem oberen Frequenzband über 11,7 GHz empfangen wird, muss das 22kHz
Signal aktiviert werden. Bei mehreren Satelliten muss entsprechend den
Möglichkeiten des Receivers noch das DiSEqC Signal eingestellt werden.
Danach bitte nicht das Abspeichern vergessen, sonst war die Mühe bei
vielen Receivern vergebens.
Einstellung digitaler Sender
Digitale Receiver verfügen wohl alle über eine Suchlaufautomatik.
Allerdings existieren auch hier viele Unterschiede. Der eine Suchlauf spürt
automatisch alle Sender eines Satelliten auf. Bei manchen Receivern muss
dieser Suchlauf für jede Polarisationsebene und beide Frequenzbänder
durchgeführt werden. Als alternative Lösung wird ein Suchlauf für
einen Transponder (hier ein Senderpaket) angeboten. Auch manuell kann ein
Suchlauf für einen Sender gestartet werden. Dazu muss Sendefrequenz,
Polarisationsebene, 22kHz Signal beim oberen Frequenzband, eventuell das
DiSEqC Signal und die Video- sowie Audio- PID angegeben werden. Generell
muss hier der Blick in die Bedienungsanleitung empfohlen werden, weil fast
jeder Receiver anders zu bedienen ist.
Die Video- und Audio-PID ( Programmidentifikation) kennzeichnen den Sender
innerhalb eines Bouquets, also eines Pakets. Zusätzlich existieren noch
die Identifikationen NID, PCR, SID und TID. Diese Id's werden meist unterhalb
der Bedieneroberfläche von den Digitalreceivern verarbeitet und können
gar nicht von uns gelesen oder eingegeben werden.
Bei Norbert Schlammer kann man sich Sendertabellen als Datei zum
Weiterverarbeiten abholen. Der Link findet sich am Ende der Faq bei den
anderen Links. Ausserdem sind auch noch Links zu anderen Sendertabellen wie zum
Beispiel Lyngsat.
zum Inhaltsverzeichnis
Für einzelne Empfänger mit einem single LNB stellt sich natürlich
keine Frage bei der Verteilung. Hier wird das Kabel vom LNB direkt zum Receiver
geführt. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit,
die Verbindung über normale Rohre in der Wand zu verlegen. Wenn nun
mit Hilfe der Signalzuführung der vorhandenen terrestrischen Leitung
beide Signale in einem Kabel geführt werden, erfolgt der Anschluss des
Receivers von einer speziellen Sat-Anschlussdose, in der die Signale für
das TV-Gerät und den Receiver wieder getrennt werden. Bei längeren
Leitungen kann man eventuell das Bild verbessern, indem ein sogenannter
Inlineverstärker dazwischen gesteckt wird. Das ist wie eine kleine
Röhre, in der ein Miniverstärker mit dem benötigten Strom
von der Gleichspannung des Receivers versorgt wird. Dazu wird das Kabel
möglichst nahe der Schüssel aufgetrennt und über F-Stecker
der Verstärker angeschraubt. TWIN Receiver mit TWIN LNB werden auch direkt
verbunden ebenso die Quad LNB.
Hier ein paar Worte zur Kabelqualität von Breitband- bzw. Satellitenkabel,
die ich von Dieter Wiedmann aus de.rec.tv.technik zitiere:
Für BK reicht die preiswertere Leitung mit Massivdielektrikum (Sat:
Schaumdielektrikum) und verkupfertem Stahlinnenleiter (Sat: massiv
Kupfer). Bei mäßigen Längen (bis 10m) spielt der Unterschied praktisch
keine Rolle, lediglich die weniger gute Schirmung kann zu Problemen mit
DECT-Telefonen führen. Man kann das natürlich auch vorher durchmessen,
die dafür notwendigen Messgeräte sollte jeder R&F-Fachbetrieb haben, ich
halte das aber für nicht notwendig.
Nun erst ein Hinweis wegen der teilweise irreführenden Verwendung des
Begriffs analoger Bereich. Mancher bezeichnet den unteren Frequenzbereich
als analogen Bereich. Die Eutelsat Hotbird Satelliten auf 13 Grad Ost zum
Beispiel senden analoge Programme auch im oberen Frequenzbereich, daher trenne
ich strikt zwischen analogem Bereich und Frequenzbereich. Im unteren
Frequenzbereich ist es relativ einfach, mehrere analoge Receiver zu versorgen. Dabei
kommt für nur einen Satelliten ein Dual LNB mit Multischalter zum Einsatz.
Dieser LNB hat zwei Ausgänge, wobei einer die vertikal polarisierten
Programme führt und der andere Ausgang die horizontalen Programme. Der
Multischalter hat z. B. zwei Eingänge und vier Ausgänge und kann
somit vier unabhängige Anwender versorgen. Die Eingänge sind jeweils
für die vertikal polarisierten bzw. für die horizontal polarisierten
Transponder. An den Ausgängen wird entsprechend der vom Receiver gelieferten
Gleichspannung die Polarisationsebene ausgewählt. Für weitere Nutzer
können noch zusätzliche Multischalter angeschlossen werden. Das
nennt man dann kaskadieren. Zu beachten ist hier, dass Multischalter verwendet
werden, die Signale vom Receiver einfach durchleiten. DiSEqC Multischalter
setzen die H/ V bzw. 22kHz teilweise in DiSEqC Signale um, die dann von den
LNB für den unteren Frequenzbereich nicht verstanden werden.
Wurde bisher auschliesslich im unteren Frequenzbereich mit zwei Satelliten
gearbeitet, so kam meist ein 22kHz Schalter zum Einsatz, um vom Receiver
aus die Auswahl der Satelliten zu steuern. Eine andere Art der
Satellitensteuerung ist auch heute noch teilweise die mit einem 0/ 12 Volt
Schalter. Nach der Einführung der Universal LNB für beide
Frequenzbereiche wurde das 22 kHz Signal dafür verwendet, den oberen
Frequenzbereich anzusteuern. Daher benötigt man eine andere Methode,
um zwischen mehreren Satelliten auszuwählen. Die Lösung heisst
hier DiSEqC. Das ist ein System mit mehreren Ausbaustufen, die allerdings
mit dem Begriff Version z.B. 1.0 bezeichnet werden. Abhängig davon,
wie komplex die Anlage aufgebaut ist, benötigt man leistungsfähigere
Systeme. Für eine motorgesteuerte Anlage verwendet man DiSEqC 1.2 oder 1.3. DiSEqC
1.3 wird auch mit Usals bezeichnet.
zum Inhaltsverzeichnis
Für die verbreiteten Astra und Eutelsat Multifeed Anlagen genügt
die Version 1.0. Für einen Satelliten mit analogem und digitalem Empfang
braucht man zur Versorgung mehrerer Teilnehmer ein Universal Quattro LNB.
Vorsicht, da dieser Begriff aufgeweicht ist. So wird ein LNB mit den vier
Ausgängen
-
- unterer Frequenzbereich vertikal
-
- unterer Frequenzbereich horizontal
-
- oberer Frequenzbereich vertikal
-
- oberer Frequenzbereich horizontal
als Universal Quattro LNB bezeichnet. Daneben gibt es aber auch Universal
Quattro LNB, die ebenso wie die Universal TWIN LNB völlig
eigenständige Ausgänge haben, nur eben vier an der Zahl. Jetzt
hängt die Auswahl vom Verwendungszweck ab. Bis zu vier Teilnehmer
genügt das zweitere Universal Quattro LNB, das man dann als mit eingebauter
Matrix bezeichnet. Diese LNB mit eingebauter Matrix nennt man heute meist
Quad LNB. Bei mehr Teilnehmern braucht man einen Multischalter. Für
einen Satelliten werden dann die vier Ausgänge des Universal Quattro
LNB gemäss der Beschriftung mit dem passenden Multischalter verbunden.
Für Mehrteilnehmer Anlagen mit Astra und Eutelsat gibt es Multischalter
mit acht bzw. neun Eingängen. Da werden die Ausgänge der beiden
Universal Quattro LNB gemäss der Beschriftung aber getrennt nach Satellit
A oder B mit dem Multischalter verbunden. Der eben erwähnte neunte Eingang
bezieht sich auf die Zuführung des terrestrischen Signals von der bisher
üblichen Antenne. Eigentlich alle Multischalter Versionen gibt es auch
mit einem terrestrischen Eingang, der dann erst vor dem Receiver in einer
Antennendose wieder aufgetrennt wird. Die Ausgänge der Multischalter
sind meistens weiter kaskadierbar. Dies muss aber dann beim Kauf erst erfragt
werden. Dabei spielen dann die DiSEqC Ausbaustufen der einzelnen Bauteile
(LNB, Multischalter und Receiver) eine wesentliche Rolle. Empfehlenswert
ist sicher die Verwendung von Schaltern mit eigener Stromversorgung. Aber
beim Bau einer derartigen Anlage wird kaum der Amateur zum Einsatz kommen,
sondern eine Firma die Konzeption und den Aufbau übernehmen.
Hat man nur ein Kabel vom LNB zur Verfügung und will trotzdem einen zweiten
Receiver oder einen Twin-Receiver einsetzen, so gibt es die Möglichkeit, den
zweiten Receiver mit Einschränkungen zu verwenden. Voraussetzung dazu ist die
Durchschleifmöglichkeit am ersten Receiver. Hier wird auch der Begriff loopthrough
benutzt. Dabei wird ein Kabel vom Ausgang des ersten zum Eingang des zweiten
Receivers geführt. Gesehen werden kann am zweiten Receiver dann bei eingeschaltetem
ersten Receiver nur ein Programm aus der gleichen "Ebene".
(horizontal/ vertikal/ oberes Frequenzband/ unteres Frequenzband)
In Kopfstationen werden die von den Satelliten ausgestrahlten Programme
empfangen, auf eine VHF oder UHF Frequenz umgesetzt und in die terrestrische
Hausanlage miteingespeist. In der Anlage werden diese Signale genauso behandelt
wie die der terrestrisch
empfangenen Programme. Bis hierher klingt das wie der ideale Satellitenempfang.
Leider haben Kopfstationen wesentliche Nachteile. Die Anzahl der Programme ist schon
stark eingeschränkt durch den zur Verfügung stehenden Frequenzbereich
für die terrestrischen Signale. Ausserdem müssen die zu empfangenden
Programme an der Kopfstation fest eingestellt werden.
Heute gibt es Kopfstationen, mit denen alle Sender, also auch digitale Sender,
empfangen werden können. Im Gegensatz zu den anderen Satanlagen stehen
aber bei diesen Kopfstationen nicht alle Programme gleichzeitig am Receiver
zur Verfügung, sondern die Auswahl erfolgt beim Receiver und die Kopfstation
liefert auf den hierfür eingestellten Frequenzen nur das jeweilige Programm.
So können bei einer Kopfstation für zehn Teilnehmer auch zehn Programme
auf dem einen Kabel geliefert werden. Die Steuerung der Programmauswahl an
der Kopfstation erfolgt auf verschiedene Arten. Einmal über Signale,
die vom Receiver über das Kabel zur Kopfstation geleitet werden oder
durch zusätzliche Funkfernbedienungen.
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Die grundsätzliche Verteilung wurde bereits beschrieben. Hier kommen nur noch
Hinweise zur Verteilung in speziellen Fällen, bei denen mehrere Satelliten empfangen
werden sollen. Bei bis zu vier LNB (je Satellitensystem ein LNB) und nur einem
Receiver genügt ein DiSEqC Schalter mit vier Eingängen und einem Ausgang. Für den
Empfang von noch mehr Satelliten habe ich hier ein paar Links zusammengestellt.
- beitinger
- http://www.beitinger.de/sat/diseqc.html
- Kaskadieren mit DiSEqC 1.1 oder 2.1
- http://www.spaun.de/
- Beispiel mit DiSEqC 1.1 oder 2.1
- http://www.simsatellite.com/PDF/Zusammenschaltungstechnik.pdf
- Beispiel mit 11 LNB
- http://www.satellite-heaven.de/testreports/wavefrontier_t90.htm
Dazu braucht der Receiver 2 Eingänge und einen 12V-Schaltausgang.
Bei meiner derzeitigen Anlage habe ich ein Invacom Quad LNB 0,3dB auf
Astra 19 Grad, ein Invacom 0,5dB Twin auf Eutelsat 13 Grad und ein Philips
Single LNB auf 28 Grad installiert. Ein Quad Ausgang geht direkt zum Radix
Epsilon 2AD, den ich über einen zusammengebastelten Modulator ins Haus verteile.
Zwei Quad Ausgänge, die zwei Twin Ausgänge und der Single gehen zu zwei DiSEqC
Schaltern vier auf eins von Reichelt (19 Euro das Stück) und mit zwei Kabeln zum
Topfield 5000.
zum Inhaltsverzeichnis
Hat man erst mal den Entschluss gefasst, vom analogen Empfang auf digitalen Empfang
aufzurüsten, sind natürlich erst mal grundsätzliche Überlegungen
zu treffen. Die Versorgung grösserer Verteilnetze wird der Fachmann
durchführen. Ansonsten ist erst zu entscheiden, ob man
nun auf die analoge Technik vollständig verzichtet oder ob man beide
Techniken parallel betreiben will.
Soll der vorhandene Receiver weiterbetrieben werden? Dann sollte man eine
zusätzliche Leitung vom LNB zum Digitalreceiver legen und statt eines Single LNB
ein TWIN Universal LNB einsetzen. Im eingeschränkten Master/slave Betrieb könnte
man einen Digitalreceiver mit Durchschleifeinrichtung verwenden und das Signal
zum analogen Receiver durchschleifen.
Ist der LNB in der Lage, den oberen Frequenzbereich zu empfangen? In diesem Fall
genügt es, den Receiver gegen den digitalen auszutauschen.
Wurde das 22kHz Signal bisher zur Auswahl zweier Satelliten verwendet? In dem
Fall wird die Auswahl der Satelliten über ein DiSEqC Signal einzurichten sein.
LNB, die nur Frequenzen unterhalb von 11,7 GHz empfangen, müssen ersetzt werden
durch die "Universal" LNB mit Empfangsmöglichkeit bis 12,7 GHz. Der Receiver kann
natürlich nur noch als "alter Bestand" neben einem neuen Digitalreceiver betrieben
werden. In diesem Fall ist allerdings die Verteilung zu klären. Wenn
bisher der Receiver auf direktem Wege an dem LNB angeschlossen war und mit
dem digitalen Receiver genauso verfahren werden soll, ist es einfach. Receiver
austauschen und erforderlichenfalls den LNB ersetzen. Eine Neuausrichtung
der Schüssel kann minimale Verbesserungen bei der Schlechtwetterreserve
bringen. Hier kann das vorhandene Analoggerät weiterbetrieben werden,
wenn der Digitalempfänger das ZF-Signal duchschleifen kann. Dabei wird
der Eingang des Analogreceivers mit dem Ausgang des Digitalreceivers verbunden.
Bei dieser Methode ist ein gleichzeitiger Empfang mit beiden Geräten aber nur
bedingt möglich. Das heisst nur Sender der gleichen Polarität und des gleichen
Frequenzbereichs können gleichzeitig empfangen werden.
Die Verbindung mit dem Fernsehgerät und dem Videorecorder erfolgt vorzugsweise
mit Scartkabeln, wobei heute viele TV-Geräte auch über mehrere Scarteingänge
verfügen. Wurde bereits im analogen Betrieb ein Multischalter eingesetzt,
so hängen die weiteren Entscheidungen von der Anzahl der zu empfangenden
Satelliten und der Empfangsstellen ab. Bei einem Satelliten können bis
zu vier Empfänger mit einem Quad Universal LNB mit eingebauter Matrix
versorgt werden. Bei mehr Abnehmern muss ein Multischalter mit den vier
Eingängen für die unteren/ oberen Frequenzen bzw. vertikale/
horizontale Polarisationsebenen eingesetzt werden. Ein vorhandenes terrestrisches
Signal kann in der Regel durch die Einspeisung in den dafür vorgesehenen
zusätzlichen Eingang mitgeführt werden. In den dafür vorgesehenen
Anschlussdosen erfolgt dann wieder die Trennung, wie sie schon von TV und
Radio bekannt ist. Hier ist dann noch zusätzlich der Sat Ausgang vorhanden.
Die Ausgänge der Multischalter können durch "kaskadieren" auf weitere
Teilnehmer verteilt werden. Beim Empfang zweier Satelliten mit wenigen
Empfangsstellen hängt die Verteilung von der Anzahl der vorhandenen
Kabel und den eingesetzten Schaltern ab. Ebenso davon, ob mehrere Receiver
unabhängig und gleichzeitig betrieben werden sollen oder ob nur jeweils
ein Gerät genutzt werden soll. Zum Empfang von z.B. Astra 19,2 Grad und Eutelsat
Hotbird auf 13 Grad gibt es Multischalter mit neun Eingängen und vier
Ausgängen. Dazu sind zwei Quattro LNB mit separaten Ausgängen vertikal/
horizontal/ unteres Frequenzband/ oberes Frequenzband erforderlich. Diese
LNB sind mit den Eingängen für A bzw. B des Multschalters zu verbinden.
Als neunter Eingang ist das Kabel für die Weiterführung der
terrestrisch gesendeten Programme zu verwenden. Nun wird von jedem Ausgang
des Multischalters ein Abnehmer versorgt. Bei mehr als vier Abnehmern kann
mit solchen Multischaltern auch kaskadiert werden, um diese Teilnehmer zu
versorgen.
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Ist die Empfangsqualität witterungsbedingt, wegen einer zu kleinen
Schüssel oder zu langen Leitungen schwach, so können sich verschiedene
unschöne Erscheinungen bilden. Werden im analogen Bereich zu schwache
Signale empfangen, können sich sogenannte Fische im Bild wiederfinden.
Das sind kleine weisse Punkte in mehr oder weniger grosser Anzahl. Tonrauschen
kann hier auch auftreten. Wird Videotext empfangen, so wird der bei schwachem
Empfang zerstückelt oder gar nicht erst dekodiert.
Beim digitalen Empfang können bunte Rechtecke auf dem Bildschirm erscheinen
oder sogar der Bildschirm dunkel bleiben. Da heisst es dann bei unserem Receiver
"kein Signal". Für den Videotext reicht beim Radix Receiver öfter das digitale
Signal nicht aus, sodass ich dann auf den analogen Empfang ausweiche.
Für die Beurteilung der Empfangsqualität der LNB gibt es den Begriff
Rauschmass. Dabei bedeuten niedrige Werte eine gute Qualität. Mein Universal
TWIN LNB verfügt zum Beispiel über ein Rauschmass von 0,5 und das
bedeutet eine ordentliche Qualität. Bei meinem Invacom Quad habe ich jetzt ein
Rauschmass von 0,3. Allerdings ist das Rauschmass kein absoluter Wert, da viele
LNB Hersteller den Wert bei einer für sie günstigen Frequnz messen und dann damit werben.
Die normale Verbindung zwischen Satreceiver und TV bzw. VCR erfolgt im analogen Bereich
weitgehend über sogenannte Scartkabel. Die Signalqualität ist hoch,
weil keine zusätzliche Umsetzung erforderlich ist. Allerdings gibt es
auch die Verbindung mit dem "durchgeschleiften" terrestrischen Antennenkabel.
Hier wird das im Receiver erzeugte Signal von einem HF-Modulator auf eine
Frequenz im Bereich der terrestrischen Senderfrequenzen moduliert und mit
auf das terrestrische Antennenkabel geleitet. Daher kommt auf dem Antennenkabel
ausser den schon vorhandenen Sendern auch das Signal des Receivers im gleichen
UHF Frequenzbereich mit heraus. Dieses Kabel wird nun bei dieser Methode
als Zuführung zu TV oder VCR Geräten im Haus als terrestrisches
Antennenkabel weiter verteilt. Mit dem Kabel können wir zum Beispiel
auf jeder Ebene des Hauses dann Satellit empfangen. Bei dieser Methode
wird der Ton in der Regel nur mono weitergeleitet. Allerdings findet diese Methode ihre Grenzen bei
TV Geräten, die nur Tuner für digitalen Empfang aufweisen.
Die interne Verbindung zwischen zwei Receivern, TV (und früher VCR) erfolgt bei uns
über einen Scartschalter.
Mit einer Fernbedienung, die sowohl Funk- als auch Infrarot Signale sendet
und einem Funk/ Infrarot-Wandler vor den Receivern aufgestellt steuern
wir aus dem jeweiligen Raum das Programm. Als wir den VCR noch einsetzten, wurde
er ebenfalls so gesteuert. Das heisst mit dem
Funksignal der Fernbedienung wird im Infrarot-Wandler ein Infrarot Signal
wie von der normalen Fernbedienung erzeugt und zum Receiver gesendet. Der
arbeitet als ob er von einer Fernbedienung im gleichen Raum gesteuert
würde.
Bei einer bestehenden Anlage kann ein kleiner Kniff zeigen, ob der LNB die
höheren Frequenzen empfangen kann. Dazu stellt man am Receiver einen
normalen Sender ein. Nun stellt man am Receiver das Schaltsignal 22kHz auf
ein und schaut. Bei einer normalen Anlage ohne 22kHz Blocker und
Satellitenauswahl mit 22kHz Signal bleibt das Programm weiter zu sehen, wenn
der LNB den oberen Frequenzbereich nicht empfangen kann. Kann er nämlich
den oberen Frequenzbereich verarbeiten, so verändert sich (zufällig)
das Programm oder der Sender verschwindet und es beginnt zu rauschen.
Eine verbreitete Methode, zwei Receiver zu koppeln, ist das sogenannte
Durchschleifen. Hier muss man trennen zwischen dem Durchschleifen der Antenne
im Bereich der terrestrischen Frequenzen und dem Durchschleifen der ZF-Signale,
sprich den Kabeln vom LNB. Die unproblematische terrestrische Methode ist
oben schon beschrieben. Werden ZF-Signale durch einen Receiver zu einem anderen
weitergeleitet, ist keiner der beteiligten Receiver mehr selbständig
sobald der zweite auch eingeschaltet ist. Ist einer ausgeschaltet, hat der
andere Receiver alle Möglichkeiten. Bei manchen Receivern ist es so,
dass der vom LNB her als erster angeschlossene Receiver den Ton angibt mit
seinen Steuersignalen und der dahinter angeschlossene Receiver nur die Programme
empfangen kann, die der vordere angesteuert hat. Hier nennt man den vorderen
Receiver den Master. Die technische Erklärung dazu:
Soll ein horizontal polarisierter Sender empfangen werden, gibt der Receiver
auf das Kabel zum LNB eine Gleichspannung, die höher ist als 15,5 Volt.
Damit schaltet der LNB auf horizontal. Natürlich kann der zweite Receiver
jetzt auch nur horizontal polarisierte Sender empfangen solange dieses Signal
anliegt. Erst wenn diese Gleichspannung wieder unter 15,5 Volt liegt, schaltet
der LNB auf die vertikale Ebene um. Und genauso verhält es sich mit
der Auswahl des oberen und des unteren Frequenzbandes. Nur handelt es sich
bei diesem Steuersignal nicht um eine Gleichspannung, sondern um eine Frequenz
von 22 kHz, die aufmoduliert wird, wenn der Universal LNB auf das obere
Frequenzband schalten soll.
Wie mir Wolfgang Barth mitteilt, bietet die Dreambox hier eine interessante Alternative.
Sie kann den MPEG2 Datenstrom über das Ethernet in das LAN streamen.
Hat man nun irgendwo über LAN oder auch WLAN(!) im Haus einen PC, so
braucht dieser nur einen Web-Browser wie Firefox zum Aufrufen des
Web-Interfaces der Box und die Freeware vlc von videolan.org.
Dann macht man nur EINEN DOPPELKLICK und hat das Fernsehbild und Ton in
voller digitaler Qualität auf dem PC, ohne dass der überhaupt eine
TV-karte oder so was brauchen würde.
Das geht sogar bei Premiere! Man kann dann Premiere im Haus auch auf
einem zweiten Fernseher sehen. Aber nur genau den Sender, der auch auf
der Box gerade läuft.
Die Firma Devolo bietet ein Paket an, das ein Signal vom LNB umsetzt auf das Stromnetz im Haushalt.
Damit ist es dann möglich, in jedem Zimmer dieses Signal aus der normalen Steckdose
abzugreifen und dem Satellitenreceiver zuzuführen. Allerdings scheint dies nur für einen
Receiver geeignet zu sein.
Im Münchner Raum kann man terrestrisch die Programme des ORF unverschlüsselt empfangen. Beim neuen Haus unserer
Tochter waren schon vier Kabel vom Antennenmast in den Keller geführt worden. Ein zusätzliches
Kabel für das terrestrische Signel wäre wegen der Dachdurchführung und der guten Isolation sehr
aufwendig geworden. Daher habe ich ein Hirschmann Quad LNB an der Schüssel und einen Rechen
für das terrestrische Signal auf das Dach montiert. Der LNB hat einen terrestrischen Eingang. Dort
habe ich also den Rechen angeschlossen, im Keller mit einer Bereichsweiche wieder abgetrennt
und in den Multischalter geführt. So ist im ganzen Haus der Satellitenempfang und DVB-T möglich.
Lustig finde ich ja, daß allein die Ausrichtung der Schüssel und des Yagirechens nach Kompass bereits
den Empfang ermöglichte. Die saubere Ausrichtung war dann eine Sache für besseres und wärmeres Wetter ;-)
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Generelle Störungen
Bei terrestrischen Richtfunkstrecken, die im Frequenzbereich der Satelliten
senden kommt es ebenso wie bei benachbarten Radaranlagen glücklicherweise
selten zu Störungen. Hier kann nur ein Standortwechsel auf eine Position
im Sendeschatten des Störers helfen. Tobi erzählt von der Lösung,
bei der die Schüssel in einem Kellerschacht mit Blick nach Süden
helfen kann.
Störungen einzelner Sender "kein Signal"
Manchmal bringt der Receiver die Meldung "kein Signal" und kann einzelne Sender
nicht mehr empfangen. Es muß nicht der Baum sein, dessen Blätter den Empfangsbereich einengen.
Zum Beispiel durch eingedrungene Feuchtigkeit kann sich die LOF Frequenz verändern, was meist
mit dem Begriff Frequenzdrift umschrieben wird. In Wikipedia ist das erklärt.
Den Fehler eingegrenzt habe ich, indem ich einen
Transpondersuchlauf auf einen dieser Sender gestartet habe und dabei schrittweise um zwei MHz die Frequenz
vermindert bzw. erhöht habe. Als mit 12548 statt der vorgegebenen 12544 die Sender empfangen werden
konnten, war der Fehler erkannt und ich wechselte den Invacom Quad gegen einen Sharp aus.
Störungen einzelner Sender auf horizontaler Polarität
Treten sporadisch bei einzelnen Sendern Störungen auf, so ist zu
untersuchen, ob es sich nur um Sender mit horizontaler Polarisation handelt.
In diesem Fall ist häufig der Kontakt zwischen F-Stecker und LNB
verschlechtert, sodass die Spannung nicht mehr ausreicht, um richtig auf
die horizontale Polarisationsebene zu schalten. Häufig genügt es,
die Verschraubung zu lösen und wieder festzudrehen. Als Versuch habe
ich nach dem Aufschrauben auf das Gewinde ein ganz einfaches Maschinenfett
geschmiert, um die Luft abzuhalten und nach dem Verschrauben mit elastischem
Plastikband den F-Stecker umwickelt, um ihn vor Feuchtigkeit zu schützen.
Seitdem waren keine Störungen mehr vorhanden.
Störungen einzelner Sender auf der Frequnz 12480 MHz
Manchmal sind Sender gestört, weil auf ähnlichen Frequenzen auch
schnurlose Telefone ( DECT Telefone ) ihre Wellen von der Basisstation zum
Mobilteil schicken. In diesem Fall kann ein Standortwechsel für die
Basisstation die Lösung des Problems sein.
Manchmal ist auch die Abschirmung des Satellitenkabels schlecht oder die
Steckermontage nicht sauber durchgeführt worden bzw. im Lauf der Zeit ausgeleiert.
Als Daumenwert habe ich aus einer newsgroup einen empfohlenen Abstand von ca. 1,5 Metern. Bei uns zu Hause
sind auch so ein Gigaset 3035isdn mit einem 3000 Comfort und einem 4000 Comfort
als Mobilteile im Einsatz. Bei einem Abstand von etwas mehr als drei Metern haben
wir noch keine Einflüsse festgestellt.
Ein digitaler Sender kann plötzlich nicht mehr empfangen werden
Wenn plötzlich ein digitaler Sender wegbleibt, kann es daran liegen,
dass der Sender seine Identifikation (PID) geändert hat. Dann kann man
in einer aktuellen Sendertabelle die neue PID suchen und den Sender neu
einstellen oder einfach für diesen Transponder einen Suchlauf starten.
Dabei werden allerdings meistens auch die anderen Sender auf diesem Transponder
mitgefunden. Dann lösche ich die übrigen Sender sowie die alte
Senderenstellung weg und schiebe den gefundenen Sender an die Stelle der
Sendertabelle, an der er vorher war.
Wetterbedingte Störungen
Bei sehr starkem Regen mit wirklich grossen Wassertropfen kommt es schon
ein paarmal im Jahr zu Störungen. Das geht beim analogen Betrieb mit
weissen Flecken (Fischen) an, geht über Rauschen im Ton bis zum Totalausfall
mit Schnee. Im digitalen Betrieb kommen farbige Quadrate, Bildaussetzer (Bild
bleibt stehen), Ton geht weg bis zu "kein Signal". Hier spielt sicher die
verwendete Wellenlänge eine Rolle im Zusammenhang mit den Hindernissen
im Sichtfeld zwischen den Satelliten und den Empfangsschüsseln. Bei
Schneeflocken und normalen Regentropfen werden die Funkwellen mit einer
Wellenlänge von 25 mm bei 12 GHz noch nicht nennenswert aufgehalten.
Erst wenn die Relation sehr grosse Tropfen und Wellenlänge zu stark
zum Hindernis tendiert, machen sich Störungen bemerkbar.
Interessant ist doch auch, dass unsere Markise im Sommer vollständig
über der Schüssel steht und der Empfang überhaupt nicht behindert
wird. Hingegen spielten Weinblätter eine stark behindernde Rolle, sobald
die Weintriebe einen Teil der Schüssel abdeckten.
Ein Trost wird es sicherlich für manchen sein, dass auch die Kabelnetze
meist über Satelliten gespeist werden und die gleichen Probleme aufweisen.
Bedenkt man, dass bei unserer 88cm Schüssel mittig zwischen Astra und
Eutelsat ausgerichtet trotz Schielempfang höchstens fünfmal im
Jahr so bis zu zehn Minuten Ausfall vorkam.
Bleibt bei den Offsetspiegeln unten Schnee liegen, wird der Empfang auch
beeinträchtigt.
zum Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Informationen
Satellitensendungen im Fernsehen
- Im Fernsehen werden die Dr. Dish Sendungen angeboten.
Seit 18.5.2007 hat
Dr. Dish auf Astra 19,2° eine eigene Senderkennung:
- Frequenz: 12.246
- Symbolrate: 27500
- Polarisationsebene: Vertikal
- Kennung: DrDish Television
- weitere Informationen dazu unter:
- http://www.drdish-tv.com
auf dieser Webseite erscheint auch die Verbreitung über Hotbird durch eine
andere Gesellschaft.
weitere Informationen:
- Viele Informationen bietet Chris Mitiu auf seiner Satlexseite: http://www.satlex.de
- Viele Informationen bietet Rico Förster in seiner Satzentrale: http://www.satzentrale.de
- Informationen für Insider bietet DX-Andy: http://www.dxandy.de/
- http://www.satellite-board.de
- DiSEqC Informationen sind von der Entstehung über die Funktionsweise
und die Erläuterung der level bei Eutelsat untergebracht: http://www.eutelsat.de
- Im Internet verfügbar ist der Kriebel Satreport. Als PDF Datei kann
man sich die Information holen und mit dem Acrobat reader ansehen:
http://www.kriebel-sat.de
- Satelliteninformationen: http://www.satcodx.com
- Für zusätzliche Informationen gibt es Mailinglisten, bei denen
man sich anmelden kann und die emails erhält, die in diese Mailinglisten
geschickt werden. Bei der sat-tv Mailingliste von yahoo kann man aber auch
direkt Fragen an das Forum posten und erhält die Antworten als email.
Die Anmeldung erfolgt mit einer Mail an yahoo mit dem subject (Thema) subscribe.
sat-tv-subscribe@yahoogroups.com
- Newsletter Satellifax:
http://www.satnews.de/
Hier kommt täglich eine Zusammenfassung von Satellitenthemen.
- Mailingliste von Christian Lyngemark (englischsprachig):
http://www.lyngsat.com/maillist.html
"Lyngsat Weekly" bringt wöchentlich eine telegrammartige Kurzübersicht
der wichtigsten An-/Abschaltungen, geltend für den kompletten Globus.
(auch Satelliten, die in Europa nicht sichtbar sind)
- Beim Videotext hat SAT.1 Tabellen auf den Seiten ab 885 für Astra 19,2
Grad. Auf der Seite 517 ist Text von Satellitext. Da ist meist nur ein Hinweis
auf eine Neuerung und nicht die Information. Die soll man sich nämlich
beim teueren und umfangreichen FAX Abruf holen.
- Da habe ich ein Exemplar der Zeitschrift Satellit in die Hände bekommen.
Sie ist sachorientiert und bringt aktuelle Neuigkeiten sowohl über Produkte
auch über die technische Entwicklung. So sind umfangreiche Frequenztabellen
ebenso enthalten wie Tests und neue Produkte. Bei diesem
Exemplar war sogar eine CD dabei, auf der zum Beispiel auch ein Programm
zur Ermittlung der
Einstellwinkel für die Satellitenschüsseln enthalten ist. Selbst die hier
vorliegende FAQ ist um
ein paar Bilder erweitert mit auf der CD.
- Zu erwähnen ist auch Infosat. Leider haben die lange Zeit ihren Kleinkrieg
gegen Kathrein, Telekom
und Kirch wichtiger gesehen als die Versorgung ihrer Leser mit Informationen
zu Digitalfernsehen.
Könnte man als Technisat Hauszeitschrift bezeichen.
- TeleSatellite hat mir zum Beispiel geholfen mit Tests zu Digitalreceivern,
die im Netz angeboten wurden. In letzter Zeit mehren sich die Aussagen, dass
Telesatellite immer schwächer wird.
Footprints (das Abbild der Satellitenabstrahlung auf der Erde)
Hier sind zwei Links zu Informationen über die von den Satelliten erreichbaren
Gebiete:
- Astra, dann Empfang von Astra, Ausleuchtzonen
- http://www.astra.de
- Eutelsat, dann Coverage Zones
- http://www.eutelsat.com/
Frequenztabellen:
Einstellwinkel der Satellitenschüssel ermitteln:
Online die Einstellwinkel der Satellitenschüssel bei Kristian Fischer ermitteln:
Den Link habe ich von Jan Fischbach erhalten.
Programm zum downloaden, um die Einstellwinkel der Satellitenschüssel zu ermitteln:
Firmen:
Diskussionsforen:
In letzter Zeit tauchen vermehrt Diskussionsforen auf.
Zu Topfieldthemen existiert dieses Forum:
http://www.topfield-europe.com/forum/
zum Inhaltsverzeichnis
Abkürzungen
- ADR
- Astra Digital Radio, siehe Radio ADR....
- AV
- Audio Video
- CA
- Conditional access, andere
Bezeichnung für Pay TV Decodersystem ; CA-Modul wird bei standardisierten
Receivern in einen CI Schacht gesteckt und kann dann mit der passenden Smartcard
ein Pay TV empfangen.
- CI
- Common Interface, Steckplatz
im Receiver mit Standardschnittstelle für Pay TV Decodermodul
(z.B. CA-Modul)
- DBS
- Direct Broadcast Satellite
- DiSEqC
- Digital satellite equipment control, siehe Links
- DAB
- Digital audio broadcasting, setzt sich trotz massiver öffentlicher Subvention kaum durch
- DVB
- Digital video broadcasting
- DVB-C für Cable
- DVB-S für Satellit
- DVB-T für Terrestrial
- EPG
- electronic program guide/ elektronischer
Programmführer
- FEC
- Forward error correction, bei FEC 3/4
sind 3/4 Nutzdaten, 1/4 Korrekturdaten
- FTA
- "free to air", der freie Fernsehzugang,
also ohne Verschlüsselung
- FUN
- Free Universe Network (Zusammenschluss
führender Unternehmen und Rundfunkanstalten)
- LNB
- Low noise block ist vor der
Schüssel an einem Arm angebracht und der eigentliche Signalempfänger
bzw. Hochfrequenzkonverter. Hier werden die Signalfrequenzen um die LOF
reduziert und das Signal verstärkt.
- LNC
- Low Noise Converter, wie LNB, der Begriff wird aber kaum noch benutzt.
- LOF
- local oszillator frequency/ lokale
Oszillatorfrequenz; um diese Frequenz wird im LNB die Senderfrequenz zur
Weiterleitung an den Receiver vermindert.
- MCPC
- multiple channel perr carrier (im digital TV mehrere
Sender auf diesem Träger)
- MPEG
- Motion picture experts group, unter MPEG gibt es
mehrere Normen für Bild- Tonkomprimierung
- MHP
- Multimedia Home Platform (europaweiter
multimedialer Standard), soll interaktive Dienste am TV ermöglichen.
- NID
- Network ID: Diensteanbieter, bezeichnet
meist in der Programmliste den Anbieter eines Pakets.
- OpenTV
- Betriebssoftware, die z.B. auch EPG verarbeiten kann,
soll in MHP einfliessen
- PCR
- Program Clock Reference, dient zur Lippensynchronität zwischen Bild und Ton
- PID
- Packet Identification, Programmidentifikation innerhalb eines
Transponders beim digitalen Empfang; A für Audio, also Ton und V für
Video
- RS232
- Schnittstelle, mit der eine neue Betriebssoftware
vom PC in den Receiver gebracht wird oder bei einigen Modellen mit der passenden
Software die Kanalliste bearbeitet und zurückgespeichert werden kann.
- QPSK
- Quadratur Phase Shift Keying, Phasenmodulationsverfahren
- SCPC
- single channel per carrier (im digital TV nur ein
Sender auf diesem Träger)
- SID
- Service ID, damit werden die einzelnen
Dienste auf einem digitalen Transponder unterschieden (oder auch zusammengefasst)
Programme mit der identischen SID auf einem Transponder werden gemeinsam
abgespeichert. So können mehrere Sprachversionen zu einem TV Programm
gekennzeichnet werden oder Radioprogramme zu Radiopaketen zusammengefasst
werden.
- SR
- Symbol rate (siehe Symbolrate)
- TV
- Fernsehgerät
- USB
- Universal serial bus, bei neueren Receivern die Verbindung zum PC.
- VCR
- Videorecorder
zum Inhaltsverzeichnis
Begriffe
- Azimut
- gibt an, in welche Himmelsrichtung eine Schüssel zum Empfang des gewünschten
Senders/ Satelliten zeigen muss (z.B. 180 Grad bedeutet exakte Südrichtung).
- Band
- Frequenzbereich, hier
- C-Band
- Frequenzen von 4 bis 8 GHz
- K-Band
- Frequenzen von 18 bis 27 GHz
- Ka-Band
- Frequenzen von 27 bis 40 GHz
- Ku-Band
- Frequenzen von 12 bis 18 GHz
- L-Band
- Freqenzen von 1 bis 2 GHz
- S-Band
- Frequenzen von 2 bis 4 GHz
- X-Band
- Frequenzen von 8 bis 12 GHz
- SMS-Band
- Frequenzen von 12,5 bis 12,75 GHz
- Beam
- Strahlungsform
eines Transponders. Die Ausleuchtzone ergibt sich beim Auftreffen der Signale
auf der Erdoberfläche.
- Cassegrain
- Antennenform mit zusätzlichem,
entgegengerichtetem Reflektor in der Schüssel
- Cinch
- Steckerverbindungsart, die für Audio und Video Geräte verwendet
wird. Auch RCA Stecker genannt.
- Dämpfung
- Signalstärkenverlust z.B. in einem Kabel, gemessen in Dezibel (db)
- Decoder
- entschlüsselt die vom Sender kodierten Signale
- Dolby digital
- ein Verfahren als Nachfolger vom analogen Dolby
surround und auch als AC3 bzw. 5.1 bekannt
- Elevation
- gibt den Winkel an, auf den eine Antenne zum Empfang des gewünschten
Senders/ Satelliten nach oben oder unten geschwenkt werden muss.
- Feed
- Das ist vorne am LNB der Trichter, der die von der Schüssel
reflektierten Signale bündelt.
- Feedhorn
- Das Rohr, auf dem ein Feed angebracht ist.
- Flansch
- bezeichnet man den
Träger, an dem Feed und Polariser montiert sind. In den für Astra
und Eutelsat gebräuchlichen LNB (LNBF) bilden diese Teile eine Einheit.
- Footprint
- Abbild des Empfangsbereichs auf der Erde (Ausleuchtzone)
- Modulator
- wandelt Video- und Audiosignale auf
anderen Frequenzbereich um
- Multifeed
- mehrere LNB werden an einer
Schüssel "schielend" auf verschiedene Satellitenpositionen ausgerichtet
betrieben
- Offset
- Ausschnitt aus einer
symmetrischen Parabolschüssel, bei dem der Brennpunkt in der Regel nach
unten verschoben ist.
- Polariser
- ist ein Wellenebenenumschalter
und in den verbreiteten LNB bereits integriert und schaltet abhängig
von der erhaltenen Gleichspannung die Polarisationsebene für die
horizontalen bzw. vertikalen Signale. Gerade im Drehschüsselbereich
gibt es auch externe Polariser, die mechanisch und heute eher magnetisch
arbeiten.
- Skew
- Polarisatoreinstellung
zur exakten H/V Einstellung, weil die Polarisationsebenen abhängig vom
Standort mehr oder weniger von den tatsächlichen horizontalen bzw.
vertikalen Linien abweichen. Wichtig ist diese Einstellung vor allem bei
drehbaren Antennen.
- Symbol
- bei einem Symbol werden bei QPSK
zwei Bits übertragen; 27,5 Megasymbols wären dann 55 Millionen Bit
- Transponder
- jeder Satellit verfügt über eine Reihe
von Transpondern, die Signale von den Uplinkstationen auf der Erde empfangen
und auf einer anderen Frequenz wieder zur Erde zurücksenden.
- Uplink
- Signalzuführung
von der Erde zum Satelliten
Unterstützung:
Tobias Senz danke ich für die Unterstützung zu Mailinglisten und
zur LNB Übersicht.
zum Inhaltsverzeichnis
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