Meine Motorräder

Von 1964 bis 1967 fuhr ich 40 Mm auf zwei DKW RT200 mit Schwingsattel bzw. RT200H (schon mit Hinterradfederung). Damals in der Mitte der 60er Jahre sprach man noch vom Motorrad und war traurig wegen der knapp 10 PS, wo doch die Zweizylinder schon zwei bis drei PS mehr brachten. Die Kardan BMW waren eine ganz andere Welt und sich eine Motorradkombi leisten, naja man war ja kein Kroesus.

meine erste Maschine

Hier ist die Aufnahme einer DKW RT200. Sie sieht genauso aus wie mein erstes Motorrad. Ohne Hinterradfederung und mit Schwingsattel. Bei Rückenwind bergab mit angelegten Ohren (naja unter dem Helm) ging sie gerade mal Tacho 120 km/h. Das Bild habe ich von einem Angebot aus ebay. Allerdings habe ich nicht mehr rechtzeitig fragen können, ob ich es benutzen darf. Der Handel war dann schon beendet. Wenn sich der rechtmässige Besitzer meldet weil er der Verwendung durch mich nicht zustimmt, nehme ich das Bild wieder heraus.

Die gute NTV

Von meiner zweiten Maschine habe ich nur ein Bild, das ich leider erst nach meinem Unfall aufgenommen habe. Ein PKW wollte auf einer Strasse mit Kopfsteinpflaster so 10 bis 12 Meter vor mir aus der Parklücke heraus wenden ohne zu schauen. Dem bin ich trotz der langsamen 45 km/h voll in die Seite zwischen Vorderrad und Fahrertür, denn auf dem Kopfsteinpflaster und den Strassenbahnschienen war nicht mehr viel zu bremsen. Die Federung vorne ist verkürzt, der Rahmen verbogen und ich konnte zwei Wochen kaum gehen. Das war 1967 vier Wochen vor meinen Ingenieurprüfungen.

Nach langer Pause fuhr ich dann etwa 1 Mm mit der Yamaha DT80 LCII vom Sohnemann. Die war schön leicht aber noch langsamer als meine früheren Motorräder. Zum Wiedereinsteigen war das niedrige Gewicht eigentlich ideal. Als ich aber einmal auf der Dosenbahn war und beim Überholen eines Kieslasters verhungert und wieder hinter ihm auf die rechte Spur bin, war ich sauer. Weil der Herr Sohn in der Zwischenzeit als Dosenfahrer lieber mit Mamis kleinem als mit der DT fuhr, fiel mein Entschluss ein richtiges Mopped anzuschaffen und ich legte mir 1997 als 50er Mopped eine Honda NTV Revere zu. Mit der habe ich dann 44Mm abgespult. Damit habe ich sozusagen zweimal den Erdball mit dem Mopped umrundet. Seit März 2003 habe ich nun eine BMW R1150R, weil ich halt Kardan und ABS wollte. Tagestouren von München aus mit meiner Süssen nach Südtirol wie Ultental oder die Sellarunde sind natürlich schon drin.

Die gute NTV

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NTV Revere, also nicht mit dem schwarzen Motor. Übrigens waren da noch die ME33/ ME55 drauf. Dann fuhr ich natürlich ständig die BT45.

Die Kuh

Meine R 1150 R mit Z4 Reifen, jetzt hat sie Z6. Die K2 Koffertäger hat mir Michael Krauser in Sirchenried bei Mering hingebaut. Damit kann ich die 40l Seitenkoffer und das 40l Topcase des Krauser K2 Systems weiterverwenden.

Eine Erfahrung zum Bremsklötze wechseln, die ich mal am Vatertag gemacht habe:

Beim Wechsel der Bremsklötze an der NTV (und vielleicht auch bei anderen Moppeds) haben die kleinen Bleche oben die Eigenschaft, sofort herauszufallen. Das Hineinpfriemeln erweist sich so man keine Hebammenfinger hat meist als Geduldsspiel. Zudem kommt erst die Frage, wie gehört denn dat Dingens überhaupt da rein? Heute habe ich die Schraube erst soweit herausgezogen, dass der hintere Bremsklotz herausfiel. Nun drückte ich den Bremssattel soweit zurück, dass ich den hinteren Bremsklotz einhängen konnte. Dann steckte ich zum Halten von hinten einen kleinen Inbusschlüssel in das Schraubenloch und machte mich an den vorderen Bremsbacken. Als der auch drin war schob ich die Schraube wieder rein und hatte mir das ganze Gefummel gespart.

Eine interessante Variante zum Ventile einstellen verriet Matthias Kohrs:

Erstens ist 0.12 der Mindestwert für das Ventilspiel (Auslaß) bei*serienmässiger* Ölversorgung, die Doppelschmierung vollbringt da also keine Wunder.

Zweitens [a]: wer mißt, mißt Mist. Dein saugendes Fühlerlehrenblättchen ist nicht in der Lage das tatsächliche Ventilspiel zu ermitteln, weil sich die Schrauben im Laufe der Zeit etwas in die Ventilschäfte einschlagen. Das Spiel kann also durchaus etwas größer sein als von dir gemessen.

Zweitens [b]: Die Einstellschraube hat eine Gewindesteigung von 1mm. Eine Drehung um ein hundertstel = 3,6 Grad ändert das Spiel also um einen hundertstel mm. Wenn du die Schraube mit zwei Fingern ohne Kraftaufwand bis zum Anschlag reindrehst hast du *kein* Ventilspiel, wenn du dann einen Inbusschlüssel oder so ein blödes Ventileinstellwerkzeug (falls du noch die alten Schrauben mit dem Vierkant hast) ansetzt und die Schraube genau 43,2 Grad rausdrehst, so festhältst und konterst hast du die genaueste Ventilspieleinstellung überhaupt, und weniger Gefummel ist es auch. Am Einlaßventil entsprechend 28,8 Grad.

Ich verrate dir noch was: die Nachkommastellen sind nicht sooo wichtig. Auf dem Zifferblatt einer Uhr entspricht eine Stunde 30 Grad. Stell das Einlaßventil auf eine Stunde und das Auslaßventil auf deren anderthalb, und gut ist.

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